Lieblich?

4. August 2010

Um die Josefsgeschichte geht’s nächsten Sonntag im Gottesdienst. Um Neid, Streit, Hass in der Familie – und um Gottes Möglichkeit der Versöhnung.

Auf der Suche nach einem passenden Psalmgebet war ich sofort bei Psalm 133. Wer kennt ihn nicht, den einleitendenden ersten Vers?

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!

Das Evangelische Gesangbuch lässt diesen Psalm aus. Was noch kein Ausschlusskriterium ist – ich habe schon häufiger mal einen Text kopiert und ausgeteilt.

…eine Idee, von der ich dann doch wieder Abstand nahm. Nicht nur, weil Psalm 133 insgesamt nur drei Verse lang ist. Sondern auch wegen der…nun ja…speziellen, sehr zeitgebundenen Metaphorik im zweiten Vers:

Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides

Wie meinte Christina Brudereck mal so schön:

Das ist nicht lieblich. Das ist ekelhaft.

 

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