Konservieren unmöglich

3. Februar 2009

Am Sonntag war Matthäus 17,1-9 Predigttext: Die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes auf einem Gipfel – und mit einem wahren Glaubens-Gipfelerlebnis. Jesus ist Herr, das merken sie – und zudem sind noch die Promis Mose und Elia da… Solche Augenblicke gönnt uns Gott bis heute, glaube ich. Manchmal ist alles ganz klar – und wir fragen uns, warum wir je an Gott gezweifelt haben…

Doch dann…will Petrus die Situation festhalten, konservieren. Drei Hütten will er bauen, damit die drei Anwesenden quasi sesshaft werden, für immer da bleiben… Jesus erteilt ihm eine deutliche Abfuhr – und es geht wieder runter vom Berg. Auf jedes Highlight folgt die Normalität – und auch im Glauben kommt die nächste Durststrecke garantiert. Zur Jesus-Nachfolge gehört eben beides. Tröstlich, was?!

Dass sich bestimmte Augenblicke, Erlebnisse, Erfahrungen, Zustände, Situationen etc. einfach nicht festhalten und konservieren – geschweige denn reproduzieren – lassen…mir fallen da gleich mehrere Alltags-Parallelen ein:

  • Ein gutes Gespräch wird beendet mit den Worten: »Wir können ja bald mal weiterreden.« Kann man, klar. Aber ob es dann genauso gut wird, ist noch längst nicht ausgemacht.
  • Eine Freizeit, Tagung etc. geht zu Ende. Die Gemeinschaft war gut. Alle sind Feuer und Flamme für ein Nachtreffen. Doch als dann irgendwann eine Rund-email rumgeht, reagiert so gut wie niemand.
  • Ein Fußballclub steigt souverän in die Bundesliga auf, schafft dann locker den Klassenerhalt – und wenige Monate später sind nahezu dieselben Spieler schlechter als eine mittelmäßige Gurkentruppe…
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