Kaum zu glauben

11. November 2012

Sogar mir (als relativ unkritischem Apple-Jünger) war die unangemessen dichte Superlativ-Häufung bei der neuesten Keynote unangenehm aufgefallen … Patrick Beuth analysiert, warum. Und ich ergänze noch ein Argument aus der Homiletik: Reine Behauptungen – »Gott ist gnädig«, »Du kannst ihm vertrauen«, »Dieses Display ist großartig« etc. – bringen nicht weiter. Es geht darum, den Zuhörenden »Erfahrungen mit der Erfahrung« zu ermöglichen …

 

5 Kommentare zu “Kaum zu glauben”

  1. Steffen meint:

    Ist das nicht etwas “vermessen”, es so darzustellen, als sei “Gott ist gnädig” lediglich eine Behauptung?
    Wenn das nicht durch Jesus endgültig bewiesen ist, wodurch dann?
    Alles andere kann man sicher in Abrede stellen, man kann darüber diskutieren und es bedarf vielleicht sogar eines Beweises, doch über die Gnade Gottes gibt es seit Jesus keine Fragen mehr, denn was kann Gott noch mehr tun, als seinen geliebten Sohn für uns zu geben?
    Vielleicht muss man nicht immer alles versuchen biblisch zu begründen?
    Ein Display ist ein nur Display, Gott aber ist absolut und somit heilig ..und soll das auch bleiben.

  2. Daniel meint:

    Nee, Steffen. Hier geht’s ja nicht drum, was an und für sich richtig oder wahr ist. Sondern darum, was bei den Zuhörenden ankommt. Und da reicht die Aussage »Gott ist gnädig« nicht aus, so lange sie abstrakt behauptet wird. Sie muss eingebunden werden in eine persönliche Geschichte, ein Gedankenexperiment, …

  3. Steffen meint:

    So habe ich es auch verstanden und – das weißt du – das ist auch mein Weg der Evangelisation. Ich erzähle immer nur von meinen Erfahrungen mit dem einen, einzigen Gott. Aber: Ich empfand etwas “Abscheu”, ein läppisches Display gleich mit (den übrigens wahren und unumstößlichen) Aussagen über Gott zu verbinden und wollte dem Ausdruck verleihen.
    Ich bin nun mal evangelikal angehaucht, daran lässt sich wohl auch nichts leugnen.
    Jetzt geht`s zu Sefora Nelson ins Konzert und da kann ich das Evangelikale in mir sicher weiter gut pflegen;-)
    Viel Spaß mit dem Display.

  4. Daniel meint:

    Ja, die Analogien sind halt manchmal krass … Aber deswegen spreche ich sie an. (Wusstest du schon, dass christliche Filme viel mit … Pornographie zu tun haben?! Darüber blogge ich demnächst mal. ;-) )

    Ein gutes Konzert!

    … und: Ich kaufe das neue Gerät natürlich nicht.

  5. Steffen meint:

    Na, auf den Porno-blog warten wir doch schon lange und: Ja ich wusste, dass alles “Christliche” auch immer mit dem “Unchristlichen” zu tun hat…;-)

    Gratulation zum Nichtkauf.

    Und: Sefora ist mein neuer Star!!!
    Unbedingter Tipp!!!

Deine Meinung?!