Zwischenstand

20. August 2008

Mein MacBook ist aus der Reparatur zurück (gerade mal drei Tage später musste der Rechner meiner werten Gattin mit genau demselben Problem ebenfalls weg – ausgerechnet, nachdem ich ihn längere Zeit benutzt hatte…). Zeit für einen ausführliche(re)n persönlichen Zwischenstand.

Zunächst der Hinweis: Die »aktuellen« Infos rechts unten sind auf dem neuesten Stand. Bevor hier noch wilde Gerüchte aufkommen, ich könne mich nicht von der Examens-Literatur trennen…

Wobei: So richtig »überwunden« ist diese Zeit noch nicht. So intensiv man sich auf die (wenigen) Prüfungen vorbereitet, so rasch sind die dann auch vorbei – und dann breitet sich wirklich das viel beschriebene »Loch« aus. Gut, dass erst mal noch jede Menge Papierkram zu erledigen war, gefolgt von einem offiziellen Aufnahmegespräch im Stuttgarter Oberkirchenrat.

Wer ab und an einen Blick auf die Autoren-Info-Seite wirft, weiß es schon: Ab Mitte September bin ich Vikar in der Evangelischen Gartenstadtgemeinde Stuttgart-Untertürkheim, Luginsland. Wir waren erst einmal direkt vor Ort, aber unsere Eindrücke waren sehr, sehr gut. Ich freue mich sehr auf diesen neuen Lebensabschnitt, den ich momentan vor allem als zweite Ausbildungsphase sehe (dagegen gab es auch Zeiten, da dachte ich, eigentlich sofort mit dem Pfarramt anfangen zu können…).

Ende Juli und Anfang August waren Judith und ich zwei Wochen lang im Urlaub. Zuerst ging es ins südliche Cornwall, genauer: St. Ives (Fotos hier…). Mit im Reisegepäck: Nick Hornbys Klassiker »Fever Pitch«. Langweilig wurde uns nicht! Nur aus dem mal (meinerseits) angedachten Spontan-Besuch bei Adrian Plass (der nur sieben Autostunden entfernt lebt) wurde nix. Lukrativ war der Urlaub trotz englischer Lebenshaltungs-Preise auch aus finanzieller Sicht: In einem ehrwürdig-verstaubten Antiquariat stießen wir auf einen hohen Stapel Klarinettennoten – aus dem Nachlass des erst im Februar verstorbenen Edinburgher Insektologie-Professors Philip Corbet, seines Zeichens weltweit führender Experte für Libellenforschung (hier ein Nachruf im »Independent«). Preis: Lumpige 10 Pfund, nicht mal 15 Euro.

Anschließend standen einige Tage im Harz auf dem Programm (Fotos hier…). Nicht jeder hat eine (Paten-)Tante, die einem einen Exklusiv-Urlaub organisiert bzw. eine 80jährige Oma, die einen nachts um zwei beim Kartenspiel abzockt…

Momentan präpariere ich meinen Computer für’s Vikariat. In der Examensphase wäre jeder Datenverlust zum Super-GAU geworden – deswegen habe ich auf jedes noch so elementare Update verzichtet. Jetzt nutze ich endlich Mac OS 10.5 »Leopard« – und spiele mit dem Gedanken mir eine »Time Capsule« zuzulegen – hat jemand Erfahrungen?! Auch sonst ist einiges nachzuholen. Nur der Blog-Umzug zur neuen Domain braucht noch etwas Zeit – was nicht daran liegt, dass ich meinem Geburtsnamen hinterher trauern würde…

Außerdem geht die nächste Ausgabe des »Ichthys« in den Endspurt – Ichthys 47, das zweite Heft im neuen Design. Echt faszinierend, dass wir derzeit eher zu viele Beiträge bekommen… Mein persönliches Highlight: »Studieren in 2D« – ein humorvoll-ernster Beitrag über ein Auslandsstudium in…wo wohl?! Außerdem kommt die unter der Überschrift »Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben?« geführte Debatte zu einem vorläufigen Abschluss.

So nebenbei sind Judith und ich auf Möbelhaus-Tour. Die erste gemeinsame (Dienst-)Wohnung will eingerichtet werden – da ist guter Rat in doppelter Weise teuer. Wer mir in der zweiten September-Woche beim Streichen helfen will – natürlich gegen Verpflegung und…ääh…Unterkunft –, ist herzlich eingeladen!

Am Sonntag geht es nochmal ins Ausland für mich – nach St. Johann in Italien. Meine dritte und letzte Sommerakademie der Deutschen Studienstiftung, die ich diesmal komplett als Urlaub betrachte (da trifft es sich ganz gut, dass ich kein Referat mehr abbekommen habe…). Das Thema meiner Arbeitsgruppe lautet schlicht: »Schurken«. Ach ja – es werden zwei Wochen komplett ohne Internet (worauf in der Ausschreibung penetrant oft hingewiesen wurde…).

Klar – auch ich hänge regelmäßig vor den Olympischen Spielen fest…allerdings ohne die nötige Zeit, diesem Thema auch politisch nachzuspüren. Außerdem sei noch auf den erfolgreichen Start in die Bundesliga-Saison hingewiesen (was Simon wesentlich anders sehen durfte…). Für Genießer – hier das Auftaktspiel eines »sicheren Abstiegskandidaten« (so zumindest implizit der »kicker«), der nur noch seine Chancen besser nutzen müsste…

http://www.youtube.com/watch?v=RNhUbB8TpRU

 

2 Kommentare zu “Zwischenstand”

  1. wegbegleiter meint:

    Mein Tipp: Time Capsule ist schick und edel, aber eigentlich überteuert, wer also nicht auf die Euros gucken muss, nur zu…;-). Ich habe gerade meinen neuen iMac bestellt und dazu eine schicke externe firewire Festplatte von Iomega (die von LaCie sind auch ein optischer Genuss) – die sind apple zertifiziert und kosten weit weniger, ich zahle für die 500 GB Iomage in amazonien gerade mal 105 Euronen…

  2. Daniel meint:

    …danke für den Tipp! Werde da nochmal in mich gehen… Schick an der Time Capsule (wenn auch langsamer) ist halt die drahtlose Übertragung. ;-)

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