Zwei Schreib-Weisen

21. Juli 2014

»Was soll ich da sonst noch schreiben?« Schrieb ich vor knapp zwei Wochen, nach der historischen Halbfinal-Halbzeit.

Schon damals hätte ich über den Nahen Osten schreiben können. Über Rache und Raketen. Über den neuen Krieg, wo wir vor gut zwei Jahren noch Urlaub gemacht haben. Über die Endlos-Kette der Schuldzuweisungen. Jetzt schreibe ich auch darüber. Und frage mich, wo wohl die Umwege zum Frieden versteckt sind.

Aber an jenem Dienstag hätte es schlicht nicht gepasst. Weil alles seine Zeit hat, auch Weinen und Lachen (vgl. Kohelet/Prediger 3,4a). Weil es manchmal auf den richtigen Moment ankommt. Weil unser Herz Platz hat für Vieles, aber nicht immer zur selben Zeit.

 

Ein Kommentar zu “Zwei Schreib-Weisen”

  1. Steffen meint:

    Das ist sicher ein wichtiger Hinweis.
    Nicht das, was einen selbst im Moment umtreibt, ist auch das, womit Gott die Menschen mit dem Evangelium erreicht.
    Da kann ein Fußballspiel – auch in Zeiten von Krieg und Terror – oft besser zum Evangelium hinführen und so zu Frieden und Freiheit beitragen, als eine emotionale Brandrede gegen Krieg und Hass…

    Alles hat seine Zeit…, doch Gottes Zeit ist in allem.

Deine Meinung?!