Wichtige Wahl

28. Mai 2014

In meiner Predigt am vergangenen (Wahl-)Sonntag hat es höchstens ansatzweise durchgeschimmert. Aber keine Frage: Der Bibeltext Exodus 32,7-14 ist auf seine Weise hochpolitisch. Mose widersteht der Versuchung, sein Volk Gottes Zorn zu überlassen, um selbst fein raus zu sein. Da können gleichgültige Nicht-Wähler(innen) in die Lehre gehen. Aber auch Wähler(innen), die für selbstgerechte Abschottung gestimmt haben …

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

 

6 Kommentare zu “Wichtige Wahl”

  1. Steffen meint:

    Sorry, doch man veröffentlicht ja nicht, um nicht kritisiert zu werden, oder?
    Im Mittelteil – das Gespräch – vielleicht etwas zu lang, doch durchaus (trotzdem) aufrüttelnd.
    Zum Schluss fehlt mir die Betonung des Evangeliums etwas.
    Das hätte ich mir ausführlicher gewünscht nach all der Enttäuschung des armen Mose. Aber: Ich bin eben nur ich…
    Vielleicht geht es anderen ganz anders.

    Und: Hat das da 09.00 Uhr geläutet am Anfang?
    Armer Prediger;-)

  2. Daniel meint:

    Danke! Ganz genau, ich will Rückmeldungen, gerne kritische! :-)

    Mir ging’s halt vor allem um die Mose-Rolle, seine innere Bewegung von der Versuchung ins Gebet hinein … Die Frage nach Gottes Reue fiel dann runter, stimmt.

    … und: Nein, das müsste der 9.45-Uhr-Schlag gewesen sein. Oder doch schon 10.00 Uhr??

  3. Steffen meint:

    War das der erste GD von einem Doppeldienst?
    Ich mag die, denn der Erste ist dann die “Generalprobe” und der Zweite oft gelassener, fröhlicher und irgendwie “besser”.
    Spannend fand ich die Frage: “Was bleibt, wenn Gott sein Volk verwirft?”
    (Oder habe ich das nicht richtig verstanden?)
    Da hätte ich mir gewünscht, ganz kurz der Frage nachzugehen, ob Gott nicht auch ohne sein Volk Gott bleibt…(Der Souverän).
    Oder: Ist Gott auf unsere Religion(en) angewiesen? Ich glaube das nicht.

  4. Daniel meint:

    Nee, es war nur ein Gottesdienst. Und das Konzept der Fortbildung “Frei predigen”, bei der die Predigt im Wesentlichen entstanden ist, geht davon aus: Ein Satz klingt dann richtig gut, wenn er so klingt, als ob er einem im Moment erst einfällt. ;-) Da ist viel dran, finde ich …

  5. Steffen meint:

    Die erste Frage war nur wegen der Uhrzeit.;-) (es war 10.00 Uhr)

    Am: “Ein Satz klingt dann richtig gut, wenn er so klingt, als ob er einem im Moment erst einfällt.” ist sogar sehr viel dran.
    Er kann aber ruhig nicht nur so klingen. Er kann einem durchaus erst einfallen;-) Das hängt ja auch davon ab, ob einige jüngere da sind, oder eher ältere etc.
    Wenn Menschen spüren, dass der “da oben” nicht abliest, sondern das was er redet, aus sich heraus redet, dann kann es “funken” zwischen den Hörenden und dem Redner.
    Diese Erfahrung ist wichtig und gut und sie Macht Mut zu mehr Mut in der freien Rede.
    Noch wichtiger: persönlich und “echt” sein (nicht wirken wollen).
    Da braucht es die Theologie nur sehr begrenzt. Mich beeindruckt in dieser Beziehung Papst Franziskus. Er redet als Mensch mit und zu Menschen.
    Ihm (und somit hoffentlich dem, für den er auch steht) fliegen die Herzen der Menschen ja nicht zu, weil er ein begnadeter Theologe ist;-)
    Das geht in einer Predigt nat. nur begrenzt, doch es öffnet ganz viel auf beiden Seiten, wenn man auch mal so redet, wie man mit einem guten Freund reden würde. Wir stehen schließlich vor unseren Geschwistern und Freunden. (Wer zur Kirche kommt ist ein Freund, auch wenn er kein Christ sein sollte)
    Das kam auch durch in deiner Predigt.
    Im Gespräch des Mose kam auch durch, was Herrn Renz bewegt.
    Mose – nicht der Superheld des Glaubens, sondern ein Zweifler wie wir.
    Und: Bei Gott sind wir niemals sicher. Auch das fand ich stark! Bei Gott geht es um Vertrauen!
    Vor allem kam gut durch, dass du die auf die “Schippe” nimmst, die andere Gläubige gerne “Namens”-gläubige nennen:
    Die “Elite” des Glaubens, die sich sicher wähnt…;-) wurde gut karikiert.

  6. Bernhard Elser meint:

    Endlich: Daniel im O-Ton!

    Danke für die tiefgehende Auslegung. Danke für den starken Fokus auf dem Bibelwort. Alles sehr erfrischend mit dramaturgischen Passagen und fließenden Übergängen zur “applicatio”! Danke für den Mut in Sachen Predigt neue, überraschende Wege zu gehen – auch in Sachen Dauer einer “klassischen” Predigt in Württemberg…(-;

Deine Meinung?!