Wert-Arbeit

13. Juli 2007

Erst war es kurios, dann heftig – und zuletzt nur noch ärgerlich: Die Geschichte unserer »LACK«-IKEA-Regale – hier im Blog dokumentiert in Akt 1, Akt 2 und Akt(ion) 3 – entpuppte sich als handfestes Ärgernis.

Woran lag´s?! Schlampige Montage. Schnell sollte es gehen. Das nächste Fachgeschäft ist zehn Minuten weg – da nimmt man halt, was da ist. Drei verschiedene Dübelsorten. Schrauben verschiedener Länge. Den billigen Schraubenzieher vom Vormieter.

Letzte Woche war endlich Schluss mit dem Spuk.

Ab in den Baumarkt. Die richtigen (Universal-)Dübel gekauft, samt Schrauben. Kosten: 11,49 EUR. Eine halbe Stunde für´s Anschrauben investiert. Und die Sache hält. Sicher auch über den 16. Februar 2012 hinaus

Dasselbe Phänomen habe ich auch schon an meinem Fahrrad durchlitten. Monatelang hat mein Licht nicht richtig funktioniert. Das führte zu verschiedenen halbherzigen Reparaturversuchen meinerseits – eben mit dem Werkzeug, das gerade da war… Dann ging es endlich zum Profi. Kosten: 15,00 EUR. Seitdem keine Probleme mehr.

Ich fürchte, dass das Problem noch viel weiter reicht. Wie viele emails schreibe ich hastig nach Mitternacht – um mich anschließend drüber zu ärgern?! Wie oft sage ich anderen kurz und knapp, was ich von irgendeiner Sache halte – um das erst anschließend zu differenzieren? Wie oft meine ich, dass eine Entscheidung ganz rasch fallen muss – ohne mir die nötige Zeit zu nehmen?

Ich wünsche mir Geduld, Gelassenheit – und den richtigen Einsatz zur richtigen Zeit.

 

3 Kommentare zu “Wert-Arbeit”

  1. Wegbegleiter meint:

    Meine Erfahrung nach diversen Fehlschlägen: Qualität lohnt immer, ist nachhaltiger und verschönert einfach das Leben. Lieber weniger und dafür gut! Das gilt für Produkte, Nahrung, Zeit, Zuhören, Gedanken… viel Spaß mit LACK – unseres hält auch schon ziemlich lange…;-)

  2. Annette meint:

    dem kann ich mich nur anschließen! Ich habe mir das ja schon die gane Zeit gedacht, als ich die Bilder des Regals anschaute. Aber nun ja, manche lernen es nur auf die harte Tour. ;-)

    Aber deine Gedanken finde ich sehr gut dazu. Wie oft hab ich Chaos verursacht, nur weil ich unbedingt noch schnell was fertig machen wollte und oft haben nicht nur Dinge sondern auch Personen drunter gelitten. Simon hat mich da sehr hart in die Schule genommen und im Nachhinein bin ich ihm natürlich dankbar.
    Gelassenheit tut so gut…

  3. Martin meint:

    manchmal kann es schon gescheit sein, dinge anderen zu überlassen. in sachen lack-montage sag ich nur: geisteswissenschaftler ;-) . letztendlich ist alles so super kompliziert, dass man für jede kleinigkeit fachmännische menschen braucht. das geht bei einem möbelstück los, das mit modernem montagematerial dann auch wirklich hält oder gehalten hätte. – genauso: umweltschutz und rettung des klimas. während die einen die welt durch rockkonzerte (ok – ich hab mir danach auch die genesis platinum collection gekauft) retten wollen, sitze ich als student in meiner 25m² bude und rätsele über schrecklich komplizierte vorgänge in katalysatoren und wie man eben diese möglichst schnell für möglichst geringen schadstoffausstoß in zukunft herstellen kann. manche dinge sind eben nicht improvisierbar.

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