Vorschnell geurteilt

11. November 2009

Windhoek, Namibia: Einkauf auf einem kleinen Schnitzermarkt. Der Preis ist (dann doch!) auf 50 Namibische Dollar gefallen. Ich reiche der Verkäuferin einen Hunderter, bekomme das Wechselgeld – und werde stutzig: »Bank of South Africa«, lese ich. Die falsche Währung! Vermutlich weit weniger wert! »Wie hinterlistig«, denke ich – und fordere Namibische Dollar. Die saubere Dame tut auch noch überrascht…

Später, im Bus: Ich zähle unser verbliebenes Geld – und wieder entdecke ich südafrikanische Banknoten! Diesmal kommen die Scheine aus einem offiziellen Laden in der Independence Street, der Haupt-Einkaufsstraße. Also versucht man es sogar dort – und diesmal hat man uns drangekriegt!

Ich bin sauer. (Zumal ich zeitgleich erfahre, dass einer Mitreisenden die Digitalkamera entwendet wurde, inklusive Bildern…) Komme mir sehr altruistisch vor, als ich unseren Reiseleiter auf die Vorfälle hinweise – damit er zukünftige Gruppen warnen kann. Und erfahre, dass südafrikanische Rand exakt genauso viel wert sind wie Namibische Dollar. Beide Währungen werden bewusst parallel verwendet.

Tja. Vorschnell geurteilt. Wie oft das wohl sonst noch vorkommt in meinem Alltag?!

 

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