Vor der Himmelfahrt …

21. Juni 2014

Was ist Himmelfahrt? Wie soll man sich das vorstellen? Habe ich vor drei Jahren schon mal gefragt. Und damals auf den Schluss des Lukasevangeliums hingewiesen, Lukas 24,50-53. Wo ausführlich von der Freude der Jünger erzählt wird: Offenbar ist Jesus gerade nicht verschwunden in einen fernen, jenseitigen Himmel. Im Gegenteil: Er hat den Himmel auf die Erde geholt, so dass Gottes Gegenwart nicht mehr örtlich und zeitlich gebunden bleibt.

An genau derselben Schnittstelle spielt der Beginn der Apostelgeschichte, Apostelgeschichte 1,6-14. Und hier ist mir jetzt neu aufgefallen: Die Ausgangslage der Jünger vor der Himmelfahrt, die unterscheidet sich gar nicht entscheidend von unserer Situation heute:

  • Sie wollen wissen, wann Jesus denn nun wiederkommt, … und werden schroff abgewiesen (Apostelgeschichte 1,6f.).
  • Sie verlieren Jesus – der eben noch ganz greifbar war – wortwörtlich aus den Augen (Apostelgeschichte 1,8).
  • Auf der Suche nach ihm starren sie nach oben – zu dem »Himmel«, den die Engländer »sky« nennen (Apostelgeschichte 1,11a)
  • … beste Voraussetzungen offenbar, den Heiligen Geist zu bekommen. Und neue Perspektiven.

     

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