Von rosa Elefanten, Hütchen und Sorgen

27. April 2010

…bitte jetzt nicht an rosa Elefanten denken!

Und? Geschafft? Vermutlich nicht. Eine seltsame Aufgabe: Bevor sie gestellt wird, ist sie gar kein Problem…

Slalomfahren – das war die erste Aktion bei unserem ADAC-Sicherheitstraining neulich. »Süüüß«, dachten vorrangig wir Männer. Und fuhren dann mindestens genauso viele Hütchen um wie unsere besseren Hälften. Das Problem: Wir hatten auf die Hütchen geschaut…

In beiden Fällen dasselbe Problem: Ich will einer Sache aus dem Weg gehen – und fixiere mich gleichzeitig darauf. Mit entsprechendem Ergebnis.

»Sorgt nicht«, sagt Jesus in Matthäus 6,25-34, gleich mehrere Male. Aber er scheint zu ahnen, dass diese Aufforderung Probleme mit sich bringt. Sorgen sind verwandt mit rosa Elefanten und Hütchen: Sobald ich krampfhaft versuche, sie zu vergessen, bin ich mittendrin. Und im schlimmsten Fall habe ich eine Sorge mehr: die Sorge, mir ja keine Sorgen zu machen…

»Ihr müsst in die Zwischenräume schauen!«, lautete der entscheidende Tipp beim Sicherheitstraining. Er könnte glatt von Jesus kommen. Denn auch der ändert in seiner Predigt die Blickrichtung:

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen (Matthäus 6,26)

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht (Matthäus 6,28)

…und zudem geht der Blick zu dem, der für Vögel und Blumen sorgt…und für uns:

… und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? (Matthäus 6,26)

Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? (Matthäus 6,30)

… euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. (Matthäus 6,32)

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. (Matthäus 6,33)

Wer Gott, sein Reich und seine Gerechtigkeit in den Blick bekommt, wird irgendwann feststellen, eher zufällig und nebenbei: Die Sorgen sind vergessen und versorgt. Nicht in einem Acht-Schritte-»Wie werde ich sorgenfrei?«-Programm. Sondern sozusagen indirekt.

Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. (Matthäus 10,39

 

3 Kommentare zu “Von rosa Elefanten, Hütchen und Sorgen”

  1. Jan meint:

    Nicht nur eine tolle Andacht für einen JuGo… Vielen Dank! Wäre auch was für die Dropbox :-)

  2. Jan meint:

    oh… der Elefant im Bild ist allerdings pink

  3. Daniel meint:

    Was lese ich da im Vorwort der neuen »Mac Life«?!

    »"Wer zu viel Kontrolle haben will, verliert die Kontrolle über sich selbst".«

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