Verspätetet protestiert

7. September 2017

Lidl verkauft griechische Spezialitäten. Auf der Verpackung: Kirchen der Insel Santorin. Aber ohne Kreuze – die wurden wegretuschiert.

Natürlich war diese Aktion – falls inhaltlich motiviert – ebenso fragwürdig wie peinlich, keine Frage. Zu religiöser Neutralität gehört ja gerade nicht der verkrampfte Verzicht auf religiöse Symbole, sondern ihr gelassener pluraler Gebrauch. Nun hat aber Hannes Leitlein treffend angemerkt: Grund zur Kritik an besagtem Discounter gab es ja auch vorher schon zur Genüge. Zugespitzt: So lange ein Discounter Mitarbeitende bespitzelt, Preise drückt und den Profit über alles stellt, darf man getrost bei ihm einkaufen. Aber wehe, die Kirchen-Kreuze verschwinden aus dem Kühlregal …

 

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