Verkaufen bei ebay

28. Januar 2007

Im meinem Freundeskreis gibt es viele, die ihren Lebensunterhalt anscheinend (oder scheinbar?!) allein durch ebay-Verkäufe bestreiten können. Klingt doch gut! Dachte ich. Und beschloss, nach einer jahrelangen Käufer-Karriere endlich mal selbst was online anzubieten.

Artikel Nr. 1 wurden die beiden 256-MB-RAM-Speicherriegel, mit denen mein neues MacBook dahergekommen war. Die hatte ich gleich durch doppelt so große Komponenten ersetzt. Nur – was verlangen?! »Ruhig bescheiden anfangen, damit viele mitbieten«, dachte ich mir. Und wählte das Mindestgebot 5,00 €. Um sieben Tage später feststellen zu dürfen, das gerade mal ein Gebot eingegangen war. 5,00 €. Nun ja.

24. November. Um diese Erfahrung reicher, wage ich mich an Artikel Nr. 2 – diesmal im Auftrag eines Freundes. Ein Paar gebrauchte Inliner. Startpreis: 50,00 € (man lernt ja dazu!).

30. November. Ein ebay-Mitglied fragt an, ob ich den Artikel auch nach Turin verschicke. Aber natürlich doch…

1. Dezember. Eine email mit dem hässlichen Betreff »ebay-Artikel leider nicht verkauft« landet in meinem Postfach. Ich nutze die massiv angepriesene »Wiedereinstellungs«-Funktion. Auf den versprochenen Ersatz der auf diese Weise nochmals gezahlten Auktionsgebühren warte ich heute noch. Neuer Startpreis: 40,00 €.

8. Dezember. Verkauft! Ein Gebot. 40,00 €. Es klappt also doch!

12. Dezember. Ich erinnere meinen Verkaufspartner dezent an die Überweisung. Dieser antwortet postwendend und verspricht, bald zu bezahlen. Ich schreibe freundlichst zurück. Wer wird denn gleich ungeduldig sein?!

20. Dezember. Ich entdecke durch gezielte Nachforschungen, dass mein Käufer quasi zeitgleich ein zweites Paar Inliner ersteigert hat. Der wird doch nicht… Ich schreibe ihm nochmal.

23. Dezember. Geld da! Verschicke das Paket nach Weihnachten…

30. Dezember. War auf der Post. Ganz schön sperrig, dieser Pappkarton. Endlich Ruhe!

4. Januar. Komme nach Hause…um dort mein Paket vorzufinden. »Empfänger unter der angegebenen Adresse nicht erreichbar«. Kurz kommt mir der gemeine Gedanke, die Inliner einfach nochmal zu versteigern… Nee, nicht gut. Melde mich per email bei meinem Käufer.

5. Januar. Antwort: Die Postanschrift hat sich geändert, wird aber bei ebay offenbar nicht richtig angezeigt… Na schön. Ich stelle einen erneuten Versand in Aussicht – falls die Portokosten nochmal überwiesen werden.

19. Januar.. Es geschehen noch Wunder! Eine erneute Überweisung. Die Versandkosten – sogar zzgl. Zinsen. :)

27. Januar. Das inzwischen schwer lädierte Paket – notdürftig durch Klebestreifen verstärkt – ist wieder unterwegs. Wehe, es kommt nochmal wieder…

…mein Fazit müsste eigentlich lauten: »Nie mehr!« Dumm, dass ich gerade jetzt einige iBook-Ersatzteile loswerden will

 

3 Kommentare zu “Verkaufen bei ebay…”

  1. Peter meint:

    Hallo Daniel!
    Da hattest du aber wirklich Pech. So kann das eben gehen. Ich hatte jedoch noch nie so ein Pech und von so etwas darfst du dich nicht unterkriegen lassen.
    Versteiger weiter, du wirst sicher auch noch genug andere und sicher auch positive Erfahrungen machen! Glaube mir…
    Ich bin ein Ebay-Versteigerer mit Herz und Seele!!
    Ich wünsche dir für deine Ebay-Karriere alles Gute!
    Mit den freundlichsten Grüßen aus dem Reich der Ebayfanatiker ;)
    Peter

  2. Dave meint:

    oh man, das ist echt bitter. ich habe auch erst vor einigen wochen angefangen, selbst zu verkaufen bei ebay, bin aber von solch einer odyssee verschont bleiben. es geht auch anders. dran bleiben! ;-)

  3. Daniel meint:

    Hmm…diesmal scheint es wirklich besser zu werden… Warte gespannt auf Samstag. ;)

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