Vergleichbarer Wirbel

27. Januar 2010

Mal sehen, ob und wie das neue Apple iPad einschlägt. Ein gelungener Einstieg in die pompöse Präsentation in San Fransisco war auf jeden Fall die folgende Bemerkung: ;-)

 

6 Kommentare zu “Vergleichbarer Wirbel”

  1. martin meint:

    was macht man mit dem ding? – taugt es als buch/zeitungsersatz? – seit hunderten von jahren werden bücher gedruckt für die analoge verarbeitung. apple will nun revolutionieren. mmh…nachdem musik, hörspielen und filmen über itunes der reiz genommen wurde – das hörerlebnis, eine cd oder kassette, etwas greifbares, aufzulegen und sich einfach genüsslich zeit zu nehmen – ist jetzt das buch dran. früher wurden bücher ins regal gestellt, verschenkt, im antiquariat gestöbert oder leider verbrannt. – heute werden sie gelöscht oder in den “papierkorb bewegt”. das buch als geistiges kapital wird beliebig. schade irgendwie.

  2. Jona meint:

    Ich glaube nicht, dass das gedruckte Buch auf absehbare Zeit von solchen neuen Medien verdrängt wird. Es ist eben doch ein Unterschied ob man ein echtes Buch in den Händen hält, oder nur einen Bildschirm. So gesehen ist es natürlich leichter ich trage ein wenige Gramm schweres elektronisches Gerät mit mir herum auf dem ich hunderte von Büchern zur Auswahl habe. Aber mal ehrlich: wie viele Bücher liest man denn zeitgleich? (Studienliteratur jetzt mal ausgenommen). Außerdem finde ich persönlich es wesentlich anstrengender am Bildschirm zu lesen (bei längeren Texten) als auf einem gedruckten Medium (Zeitungen werden ja nach wie vor auch noch in Millionenauflage gedruckt und verkauft).
    Zudem können E-Books es in punkto Gestaltung einfach nicht mit einem gedruckten Buch aufnehmen. Gut wenn ich irgend einen Nachdruck eines Fontane-Romans lese macht das Buch so gesehen nicht viel her, aber wenn ich beispielsweise an die meisterhaften Delius-Bücher denke, da will man das Buch doch in der Hand halten?!

    Wie gesagt, ich gehe nicht davon aus, dass wir beim Thema Buch in absehbarer Zeit einen ähnlichen Trend erleben wie bei mp3 und co.
    (aber vielleicht geh ich da zu sehr von mir aus, ich hab schließlich auch noch Musikkassetten).

    Im aktuellen Hochschulanzeiger der FAZ ist übrigens ein interessantes Artikel und ein Interview über E-Books und wie Studenten und Hochschulbibliotheken damit umgehen.

  3. Daniel meint:

    Ich denke ähnlich wie ihr. Allenfalls: Wenn ich an unsere nächste Afrika-Reise denke…vier Wochen unterwegs, vielleicht zwölf bis 15 Bücher…das wird schweres Gepäck. Andererseits kann man auch mit dem iPad plötzlich ohne Strom dasitzen. ;-)

  4. Alex meint:

    Ich glaube, ihr habt den Sinn vom iPad noch nicht verstanden. Es geht nicht darum, Bücher zu verdrängen… das iPad bietet viel mehr die Möglichkeit sich mit viel Kreativität endlich auszutoben und das in viel mehr Bereichen, als es konkurrierende Tablet-PCs anbieten können. Es ist ein Angriff auf die vielen unsinnigen Netbooks und nutzlosen Windows-Tablet-PCs.

    Allein die Möglichkeiten, die Apps (welche auf fürs iPhone zu nutzen sind/waren) dort einzusetzen ist gigantisch. Im kreativen Bereich gibt es viele Multitouch-Anwendungen die vieles möglich machen werden.
    Zum Beispiel in der Autoindustrie, anstatt komplizierte Tablet-PCs in Testfahrzeuge einzubauen, wird das iPad eingesetzt – und mit einer Akkulaufzeit von 10 Stunden können erfolgreich Tests durchgeführt werden.

    Oder ein Architekt kann mittels des iPads auf einer Baustelle noch viel effektiver und einfacher seiner Arbeit nachgehen – und gleich vor Ort mit CAD-Programmen etc Dinge korrigieren, ausbessern (Fotografieren – im SDK-Entwicklerkit gibt es Anzeichen für ein iPad mit Foto) und sofort ans Büro weiterleiten…

    Die Möglichkeiten sind unbegrenzt und ich selber kann noch nicht genau sagen, wohin diese digitale Revolution uns hinführen wird. Aber seitdem Apple das iPhone herausgebracht hat, mussten sich viele Handyhersteller selber fragen, was die Kunden wollen und nicht andersrum. Apple hat dem Nutzer die Möglichkeit gegeben, siner Kreativität viel mehr Ausdruck zu verleihen…

    So, das wars erstmal…

  5. Jona meint:

    Mir ist schon klar, dass das iPad mehr ist als ein Buchersatz.
    Die von dir genannten Möglichkeiten mögen durchaus zutreffen, aber das sind doch sehr spezielle Einsatzmöglichkeiten. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, wozu so ein Teil im Alltag gut sein soll?!
    Dazu zu einem solchen Preis, da zehrt Apple eben von seinem Ruf.
    Ich kann beispielsweise auch nicht nachvollziehen, warum die Medien so extrem auf diesen Zug aufspringen? Apple braucht ja eigentlich kein Geld für Werbung auszugeben…

  6. Daniel meint:

    Danke für die technischen Detail-Infos, Alex! Das finde ich interessant – weil Apple doch derzeit meist vorgeworfen wird, die Kreativität der Nutzer mit dem iPad einzuschränken, zu Gunsten von Benutzerfreundlichkeit…

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