Unterdimensioniert

26. November 2009

»Du warst doch einkaufen«, meint meine Frau. »Hast du die Flaschen weggebracht?« »Flaschen«, frage ich verwirrt. Erst da fällt mein Blick auf die Kiste mit Leergut, direkt im Eingangsbereich. Warum übersehe ich so was immer?

Man muss kein Tiefenpsychologe sein, um das mit einem Blick auf meine Kindheit zu klären: Jahrelang haben wir unser familiäres Leergut zweimal jährlich weggebracht…wenn überhaupt. Unser kleiner Balkon bot hervorragende Lagermöglichkeiten. Eine Ladung (vorrangig einzelner Flaschen) passte hervorragend in unseren VW-Bus (wenn man bis unter die Decke stapelte). Wir Kinder kriegten zehn Prozent. Und beim Personal im damaligen »Handelshof« waren wir alte Bekannte. O-Ton eines Mitarbeiters: »Ich krieg’ ’nen Koller. Die Typen mit ihrem Flaschen-Bus sind wieder da…« Hartnäckig hielt sich das Gerücht, wir würden eine Wirtschaft betreiben…

Ob wir einfach wieder auf die alte Taktik umsteigen sollten?! (Wir haben ein halbwegs geräumiges Keller-Kabuff…)

 

3 Kommentare zu “Unterdimensioniert”

  1. martin meint:

    …das passiert mir nicht nur mit flaschen, sondern auch mit hausmüll. wahrscheinlich ist man so im rhythmus des tages eingetaktet, dass man dann einfach was liegenlässt, was da sonst nicht dazugehört. gut, wir horten keinen müll ;-) . mir wär das pfandflaschenaufeinmal wegbringen zu mühsam – zumal man ja bei den automaten verrückt wird. aber für kinder ne gute einnahmequelle, lernend, dass geld verdienen mühe macht. erinnert mich an recycling-aktionen in der ddr: papier, flaschen, obst, gemüse – für alles gabs geld. cash.

  2. Jan meint:

    SoSo, das mit den Flaschen verrät ja auch einiges über die “Amtsperson” Daniel Renz…Das Du solche Details nach (!) dem Ausbildungsgespann einstellst!!!
    Da sind meine Einträge auf Facebook in Bezug auf GDK-Projekt doch wirklich zurückhaltend :-)

    LG

    Jan

  3. Daniel meint:

    Ach so, die Bierflaschen… Kommen von der ichthys-Redaktionssitzung. Wobei das ja kaum besser ist…

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