Unsere kleine Farm

2. März 2013

Letzte Woche bekamen wir ein größeres Paket. Inhalt: Mehrere Gläser mit Leberwurst, Sülze und Mett, eine Schlackwurst. Alles von Schwein 49.

Auf den ersten Blick klingt das nach einer austauschbaren Nummer: Aber: Wir wissen nahezu alles von Schwein 49. Wann und wo es geboren wurde (im April 2012, bei Bio-Bauer Bernd). Wie es gelebt hat (im Freien, mit viel Auslauf). Wann und wo man es geschlachtet hat (im Alter von elf Monaten, nur 28 Kilometer entfernt vom Heimat-Acker). Und, nicht zuletzt, wie es ausgesehen hat. Sein Konterfei lächelt uns sogar vom Abendbrottisch entgegen.

Auf seiner Internetseite meinekleinefarm.org verkauft Dennis Buchmann Fleisch mit Gesicht – und »Meat on a Mission« (von wegen, Mission sei out!). Ein geniales Konzept gegen die viel beklagte und oft achselzuckend hingenommene Anonymität der Massentierhaltung. Besonders pfiffig finde ich die antikapitalistische Note: »Weniger Fleisch. Mehr Respekt.« Welches andere Lebensmittel-Unternehmen wirbt ausdrücklich für weniger Konsum seiner Käufer(innen)?!

Hier das Konzept in einem Filmchen (auch für Nicht-Budddhisten, hoffe ich doch):

 

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