Ungewohnte Zweckfreiheit

20. Januar 2010

Neulich wieder passiert: Ich mache einen Anruf – einfach so. Um mit jemandem zu reden, den/die ich länger nicht gesprochen habe. Das Telefonat ist gerade so halbwegs im Gang, da kommt die Rückfrage: »Weswegen rufst du denn an?« Meine Antwort – »Ääh…einfach so. Um zu hören, wie es dir geht…« – wird erst verwundert, dann zunehmend fröhlich zur Kenntnis genommen.

Scheint gar nicht üblich zu sein, die (weitgehend…) »zweckfreie« Kontaktaufnahme. Ein Grund mehr, damit weiterzumachen. Und umgekehrt nehme ich mir vor: Telefonate und emails mit einem bestimmten Anliegen werde ich nicht in pseudobeiläufigen Smalltalk verpacken. Lieber gleich sagen, worum es mir konkret geht. Allgemein unterhalten kann man sich auch im Anschluss noch – und dann meist sehr viel konzentrierter.

 

Ein Kommentar zu “Ungewohnte Zweckfreiheit”

  1. Johannes meint:

    Wunderbarer Post! Ersteres müsste ich mir häufiger vornehmen. Zweiteres ist eine Sache, mit der man mich glücklich machen kann. :)

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