»Und es gibt …«

1. November 2007

Adrian Plass über ein Erlebnis mit Hugo, seinem jüdischen Freund:

»Bevor ich Hugo kennenlernte, habe ich mich oft gefragt, wo eigentlich all die jüdischen Witze herkommen. Heute glaube ich, wenn Hugo sie nicht überhaupt alle selbst erfindet, so ist er doch der Hauptverantwortliche dafür, daß sie in Umlauf gesetzt werden. Sooft wir einander heutzutage begegnen, freue ich mich bereits auf die nächste Geschichte. Ich unterbreche ihn nicht. Aber ich erinnere mich, wie ich ihm bei unserer ersten Begegnung nach dem ersten hablen Satz ins Wort fiel, als er einen Witz erzählte.
"Sitzen zwei Juden im Bus …«
Ich unterbrach ihn pompös. "Müssen es Juden sein, Hugo?" War ich nicht ein wunderbarer Antifaschist?!
Hugos ausdrucksvolles Gesicht verzog sich, als er scharf nachdachte. Dann entspannte er sich. Eine Augenbraue hob sich humorvoll. "Okay, ich fang’ nochmal an. Sitzen zwei Chinesen im Bus und fahren zur Bar Mizwah –«

(Plass, Adrian: Die steile Himmelsleiter. Eine ehrliche Biographie, Moers 1992, 126)

Mit dieser Anekdote im Ohr glaubt man mir vielleicht ansatzweise, dass es ausgerechnet zwei…Brandenburger waren, die mich (man erinnere sich: beim Urlaub in…Brandenburg) auf den folgenden Song von Reinald Grebe gestoßen haben (und selbigen sogar schon zu einer Art Selbstvorstellung verwendet haben – bei einer Hochzeit in der…Schweiz).

http://www.youtube.com/watch?v=v1p0neclHpo

 

3 Kommentare zu “»Und es gibt …«”

  1. Martin meint:

    …nur wer über sich selbst lachen kann, hat humor – oder so ähnlich heißt es doch. obwohl einige gesungene szenerien eher stark in den ost/nordosten brandenburgs passen. insbesondere die seelower höhen…
    gott sei dank wohn ich im westen brandenburgs, *lach*…die steigerung von brandenburg heißt übrigens Mc Pomm – da ist gar nichts mehr los. exodus pur, möchte man meinen. – das betrifft natürlich nur die orte, die jenseits des 1 km breiten küstenstreifens liegen.
    brandenburg hat auch vorteile:
    - wir haben berlin eingekesselt
    - keine studiengebühren
    - kinderfreundlichste stadt der brd
    - haltlose ICE – transitzone
    - ddr – museumsdörfer (sie wissen es nur noch nicht – alles im originalzustand)
    - gute autobahnen, um schnell gen süden, norden oder westen abhauen zu können

    …und es gibt auch noch den “unterschiede” – song ;-)

  2. Daniel meint:

    Hehe – wenn das die Greifswalder lesen (von der Innenstadt sind es mehr als 1000 Meter bis zur Ostsee!)…

  3. Winnie meint:

    Ick liebe Brandenburg und dieser Song is trotzdem genial, wa?!

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