Unbegreiflich

9. Oktober 2013

Die Sache mag ein wenig differenzierter sein, als sie auf den ersten Blick aussieht. Aber: Manche Details sind nun mal erschreckend klar. Und: Die zunehmend vehementen Forderungen nach einer neuen EU-Flüchtlingspolitik nicht einmal zu verstehen (bzw. sich nicht einmal darum zu bemühen), … das finde ich nun wiederum »unbegreiflich«, lieber Herr Innenminister Hans-Peter Friedrich. Auch zum politischen Dialog gehört zuallererst das Hinhören. Es geht hier nicht um Ihre Person oder um das tolle Deutschland (das auch eine Asylbewerber-Quote jenseits der Promillegrenze locker verkraften dürfte), sondern um Menschen in Not.

 

2 Kommentare zu “Unbegreiflich”

  1. wilber69force meint:

    beipolitieck wird mir immer übel,
    vieleicht auch weill ich nicht die Endscheidungen treffen möchte,
    aber es gibt da eine Publikation die mein leben leitet die mir sagt das ich den fremden auf nehmen soll, das ich nett zu ihm sein soll, und ich weis nicht wo wir heute wären wenn nach dem krieg die türken nicht gekommen wären, sie bereichern unsere gesel schaft! und die ganzen anderen Nationalitäten auch.

  2. Michael Molthagen meint:

    Ich bin immer noch ganz unschlüssig, wie ich mit diesem Thema umgehen soll. Natürlich will ich, daß den Flüchtlingen umfassend geholfen wird, daß sie vernünftig behandelt werden (und nicht mit z.B. Front-Ex wie Unkraut behandelt werden). Und es ist klar: Niemand macht sich auf die Reise in eine unbekannte Zukunft, wenn er nicht sehr gute Gründe dafür hat. Hinter jeder Flüchtlingsbiografie steckt eine Leidensbiografie

    Gleichzeitig denke ich: Vor allem müssen wir alles daran setzen, daß es in den Herkunftsländern der Menschen besser wird. Daß dort menschenwürdiges Leben möglich wird. Daß dort fair und gerecht mit Menschen umgegangen wird. Und allein in diesem Bereich haben wir Deutschen erheblichen Aufstockungsbedarf.

    Zum anderen sehe ich, daß Europa ein echtes Problem mit Xenophobie hat. Daß es da eher früher als später knallen wird. Und diese Xenophobie finden wir in allen Bereichen der Gesellschaft; sie ist kein ausschließlich “rechtes” Problem.

    Ironisch ist natürlich bei alledem, daß wir Europäer (und auch Amerikaner, Asiaten, Australier…) unsere Heimat in Afrika haben. Daß wir Afrka erst vor relativ kurzer Zeit verlassen haben, um den Rest der Erde zu besiedeln – wobei wir offenbar zum Verschwinden des Neandertalers (dessen Erbgut sich wenigstens immer noch in jedem Exoafrikaner befindet) und möglicherweise auch noch anderer Geschwister des Homo sapiens maßgeblich beigetragen haben.

Deine Meinung?!