UB-Sitten

19. Juli 2008

Rund drei Monate war sie (tagsüber) mein neues Zuhause, die UB im Stuttgarter Stadtgarten. Jetzt, gegen Semesterende, ist sie plötzlich proppenvoll…und ich gehe.

Was mir regelmäßig auffiel: Die Unterschiede zu den Tübinger Bibliotheken – konkret denke ich an UB und Theologicum – sind doch einigermaßen…beträchtlich.

Erstes Beispiel: Telefonieren. In Tübingen – natürlich – völlig tabu. Unübersehbare Hinweisschilder fordern sogar dazu auf, in Selbstjustiz eigenständig gegen »rücksichtslose Kommilitonen« vorzugehen. Nicht so in der Landeshauptstadt: Natürlich ist das Handy eingeschaltet. Natürlich geht man ran. Unter Umständen senkt man die Stimme etwas – oder man verdrückt sich redenderweise nach draußen. Damit ist man aber schon Außenseiter. Das Gros der Besucher versteht nicht mal das Problem, wenn man wild-eindeutig gestikulierend sein Missfallen zum Ausdruck bringt… Nicht, dass es keine Verbotsschilder gäbe. Aber auf denen ist das Handy noch so groß wie ein Schuh…

Zweites Beispiel, noch allgemeiner: Gespräche. Schlimm genug, dass es im (!) Bibliothekstrakt eigens ausgewiesene Gruppenarbeitstische gibt. Aber für die Gruppenarbeit eignen sich auch andere stille Ecken. Leider.

Zur Beseitigung der genannten Zustände trägt die hauseigene Geräuschkulisse eher weniger bei. Die laut tickenden Uhren (?) sind nur ein Beispiel.

Bin ich zu pingelig? Na ja. Genug kritisiert. Positiv hervorheben muss ich, dass hier überraschenderweise genau dasselbe Netzwerk wie in Tübingen läuft – »belwue«. Weswegen ich mit meinem regulären Tübinger Konto im Internet surfen kann. Gut, wenn der Rechner mitdenkt und einen automatisch verbindet. :-) Schon deswegen komme ich diesen Sommer sicher nochmal wieder, denke ich.

 

Ein Kommentar zu “UB-Sitten”

  1. Andi meint:

    Das BELWUE-Netz gibt es an allen baden-württembergischen “Wissenschaftseinrichtungen”, also auch an der Uni Freiburg, Konstanz und Co. Also wenn du mal unterwegs bist…

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