Tinten-Geschichte

24. März 2012

Irgendwann Anfang 2003 brachte mein WG-Mitbewohner einen Flyer von der Potsdamer Uni mit. Die Aufmachung wirkte nicht sonderlich zeitgemäß. Aber der Inhalt überzeugte mich:

Sie sparen bis zu 80 %, wenn Sie Ihre Tintenpatrone mit unserer Tinte nachfüllen!

Das klang verlockend, – wo ich doch gerade vom Atari auf den Mac umgestiegen war, auch einen neuen Drucker angeschafft hatte (das alte Gerät mit seiner seriellen Schnittstelle war jetzt unbrauchbar) – und wenig Lust verspürte, Unsummen in neue Patronen zu stecken.

Ein paar Wochen später war ich sowieso mal wieder in Berlin (auf dem Ökumenischen Kirchentag, glaube ich). In Wilmersdorf drückte ich auf eine Klingel. Ein mir bis dahin völlig unbekannter Mann bat mich in sein Laboratorium. Und führte mich ein in die Welt der Nachfüll-Tinten.

Es war der Beginn einer langen gemeinsamen Geschichte. Gesehen haben wir uns nicht mehr seitdem. Aber auch die gelegentlichen Telefonate und E-Mails machten mich zu einem zufriedenen Kunden, der den persönlichen Direktkontakt schätzte, regelmäßig nachbestellte, ganz bewusst über die Jahre hinweg beim Tintenstrahldrucker und beim selben (veralteten) Modell blieb (eben weil das Nachfüllen da so unkompliziert klappt) – und den Berliner Tüftler auch rege weiterempfohl.

Seit ein paar Wochen gibt es die sympathisch-lohnende Firma nun nicht mehr, die Internet-Adresse führt ins Leere. Einen Alternativ-Anbieter (der sogar noch günstiger ist) habe ich rasch gefunden. Und trotzdem wird es nicht mehr dasselbe sein. Von Herzen: Danke, Zoran Radovic!

 

Deine Meinung?!