Studientag mit Folgen…

25. August 2007

Als die Sache passierte, war ich noch Schüler – allerdings in Tübingen. Ein paar Schlagworte habe ich damals also aufgeschnappt, aber auch nicht mehr.

Durch unser aktuelles Thema in der NT-Examens-Lerngruppe – Paulus – wurde das Thema jetzt wieder aktuell. Deswegen habe ich gezielt im UB-Mikrofilm-Archiv gestöbert – und die entsprechenen Ausgaben des »Schwäbischen Tagblatts« durchgesehen.

Es hätte ein ganz normaler Studientag der Theologischen Fakultät werden können. 14. Dezember 1999. Thema: »Christlicher und jüdischer Glaube – zwei Wege zum Heil?« Die Veranstaltung eskalierte. Was folgte, war ein Medienecho sondergleichen. Heftige Leserbrief-Schlachten. Gegenseitige Anfeindungen. Vier Wochen später, am 12. Januar 2000, ein öffentlicher Brief dreier Professoren, die sich vom Rest der Fakultät distanzierten… Alles nicht sehr liebevoll.

Alles andere als hilfreich waren auch die zahlreichen Trittbrettfahrer, die das umstrittene Schlagwort der »Judenmission« kurzer Hand allgemein mit »Mission« gleichsetzten und dann die typischen Bedenken vom Stapel ließen: »Wie kann man sich für was Besseres halten und andere missionieren?«, »Bei all dem, was im Namen des Christentums schon getan wurde…« Schade. Das Thema ist nämlich in der Tat brisant – und hätte, nicht nur im Blick auf die deutsche Geschichte sondern auch angesichts von Römer 9 – 11, eine differenzierte(re) Auseinandersetzung verdient gehabt.

Ich habe das Gefühl, dass ich persönlich dieses Thema kaum mit Worten angehen kann. (Auch Paulus endet in Römer 11,33-36 mit einem Lobpreis!) In solchen Fällen können Bilder ja eine Hilfe sein. Ein Kirchenfenster in Jerusalem hat mich sehr gepackt:

 

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