Stachel verlegt

23. November 2009

Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?

Bis gestern abend war das schlicht eine schwierige Stelle für mich. In musikalischer Hinsicht. Gerade im Bass gibt’s da ein paar schwierige Sprünge…

Und dann, mitten in der Aufführung des Brahms-Requiems durch die Untertürkheimer Kantorei, am Vorabend des Ewigkeitssonntags, hat es mich gepackt. Und ich konnte die Worte singen, wie Brahms – und nicht zuletzt Paulus (1. Korinther 15,54b.55!) – sie gemeint haben müssen: Als höhnisches Gelächter über den Tod. Nicht, weil der plötzlich seine Schrecken verloren hätte. Sondern, weil er trotz seiner Schrecken keine endgültige Macht über uns hat. Und eines Tages vergebens nach seinem Stachel sucht…eine nette, tröstliche Vorstellung, finde ich.

 

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