Seelsorglicher Dreischritt

29. Juli 2014

Was ist Seelsorge? Wurde vergangene Woche mal wieder gefragt, beim diesjährigen Forum Seelsorge im Alter. Die Nürnberger Professorin Barbara Städtler-Mach wählte in ihrem eindrücklichen Vortrag einen biblischen Ansatz. Und sieht in Jesaja 35,3f. drei konzentrische Kreise der Seelsorge:

[1] Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! [2] Saget den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! [3] Seht, da ist euer Gott!«

Hier kommen zwei Ansätze zusammen, die meiner Wahrnehmung nach oft gegeneinander ausgespielt werden (nicht nur in den Grabenkämpfen vergangener Jahrzehnte): Seelsorge ist deshalb christlich, weil sie auf das gemeinsame Gottesbekenntnis zielt. Diese Dimension ist durchgehend präsent. Und eben auch dort, wo lediglich »müde Hände gestärkt«, »wankende Knie festgemacht« werden. Nicht immer sind alle drei Schritte möglich. Aber der Weg ist derselbe.

 

3 Kommentare zu “Seelsorglicher Dreischritt”

  1. Malte meint:

    Das klingt spannend! Könntest Du kurz näher ausführen, was “auf das gemeinsame Gottesbekenntnis zielen” genau meint?

  2. Daniel meint:

    Ich versuch’s mal … Der Referentin ging es um die geistliche Ausrichtung christlicher Seelsorge, die indirekt durchgehend präsent ist – »wie ein Parfüm-Duft« –, regelmäßig aber auch direkt. Was dann passiert, wenn – quasi im dritten konzentrischen Kreis – Gott und der gemeinsame Glaube ihn explizit zum Thema werden.

  3. Malte meint:

    Danke! Dann kann ich mir deutlicher was drunter vorstellen.

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