Nervige Nennungen

3. Oktober 2013

Zwei Reden zum Tag der Deutschen Einheit 2013 in Stuttgart. Zwei Einstiege, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können:

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs und (scheidender) Bundesratspräsident:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr verehrte Frau Schadt, sehr geehrter Herr Bundestagspräsident, sehr verehrte Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sehr geehrte Frau Voßkuhle, ich begrüße alle Abgeordneten der Volksvertretungen in Bund und Ländern, die Repräsentanten der Bundes- und Länderregierungen, Vertreter der hohen Justiz, das diplomatische und konsularische Korps, ich vertrete ganz herzlich die Vertreter der Religionsgemeinschaften […] Ein ganz herzliches Willkommen an die Bürgerdelegationen der Länder, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, […]

Joachim Gauck, Bundespräsident:

Liebe Landsleute, liebe Freunde unseres Landes, […]

Entweder darf bislang nur das Oberhaupt der Bundesrepublik auf die beweihräuchernde Hierarchie-Etikette verzichten. Oder das ist halt immer der Job des jeweiligen Auftakt-Redners. Was nicht viel besser wäre. Was würde eigentlich fehlen, wenn man diese Einleitungen einfach mal weglässt? (Dann ist auch garantiert niemand beleidigt, nicht auch noch genannt worden zu sein …)

 

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