Meta-Monster

27. Oktober 2013

… mit dieser derb-liebevollen Bezeichnung warnen Klaus Grochowiak und Stefan Heiligtag (in »Die Magie des Fragens«) davor, Situationen vorschnell helfend zu problematisieren. Wie im folgenden kleinen Alltags-Dialog, wo ein Mensch doch nur zum Ausdruck bringen wollte, wie gut er das Restaurant mit seiner Speisenauswahl findet …

Jemand sagt im Restaurant beim Lesen der Speisekarte zu seinem Begleiter: »Ich kann mich gar nicht entscheiden.« – »Wofür?« – »Na, für ein Gericht natürlich.« – »Du kannst dich gar nicht entscheiden? Das heißt, es ist dir völlig unmöglich, dich zu entscheiden?« – »Nein, es ist mir nicht unmöglich, aber es gibt so viele gute Sachen hier, daß ich mir nicht sicher bin, worauf ich am meisten Appetit habe.« – »D.h., du hast auf viele Dinge Appetit?« – »Ja, das sage ich doch.« – »Und du bräuchtest jetzt ein Kriterium, das es dir ermöglicht, herauszubekommen, bei welchem der Appetit am größten ist?« – »Nein, wenn er am größten ist, dann weiß ich das schon. Ich habe auf viele Dinge gleich viel Appetit.« – »Aha, du bräuchtest also ein zusätzliches Kriterium außer Appetit, um dich zu entscheiden?« – »Ja, das ist doch das, was ich die ganze Zeit sage.«

 

3 Kommentare zu “Meta-Monster”

  1. Michael meint:

    Erinnert mich ein bisschen an das Kurzgespräch nach Timm Lohse :)

  2. Jona meint:

    Und mich erinnert das an Loriot :D

  3. Daniel meint:

    Euch erinnert der Dialog also an verschiedene Dinge? Und ihr könnt euch nicht einigen?

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