Merry Christmas

23. Dezember 2007

…nein, keine leere Floskel. Sondern der Titel eines Films von Christian Carion, der 2005 in die deutschen Kinos kam…natürlich zu Weihnachten. Diane Krüger, Benno Fürmann, Guillaume Canet, Daniel Brühl und andere spielen nach, was sich 1914 erwiesenermaßen an der deutsch-französisch-schottischen Front ereignete: Soldaten feierten gemeinsam Weihnachten – und verzichteten für begrenzte Zeit auf ihr sinnloses Geschäft.

Natürlich bewegt sich der Film an den Grenzen des Kitschs. Und natürlich ist die Botschaft letztlich nicht spezifisch christlich. Und doch: Eine der in meinen Augen bewegendsten Szenen ist der gemeinsame Gottesdienst, der mitten im »Niemandsland« (d.h. zwischen den Schützengräben) gefeiert wird. Dabei repräsentiert ein schottischer Pastor – in deutlichem Gegensatz zur institutionalisierten Kirche mit ihrem weitgehenden Versagen im Ersten Weltkrieg – sehr eindrücklich die »eigentliche« Botschaft Jesu: »Aus ganzer Seele glaube ich daran, dass unser Herr Jesus Christus seine Hand über mich gehalten hat, als ich die wichtigste Messe meines Lebens gelesen habe. Ich habe versucht, mich getreu an seine Worte zu halten und seine Botschaft allen zu verkünden – wer auch immer es sein mag.«

Nebenbei wurde mir hier auch ein Vorteil der (altkatholischen) lateinischen Messe bewusst: Jeder kann mitmachen – wenn er die entsprechenden Texte denn kennt, versteht sich…

Gesegnete Weihnachten!

 

Ein Kommentar zu “Merry Christmas

  1. Jörg meint:

    Daniel,
    oh, das gehört eigentlich zum Geburtstags-Eintrag deines Blogs. Gratulation und: ich gehöre zu den Fans. Besonders profitiere ich von deinen anschaulichen Darstellungen von theologischen Themen, die man hier besser bekommt als in den meistne Seminaren.
    0,67 Beiträge am Tag ist eine Leistung. Aber gönn’ dir ruhig auch mal ne Pause! Besonders jetzt ein paar Tage. Euch eine gute Zeit, bis demnächst.
    jörg

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