Meinungsmache auf dem Vormarsch

9. April 2009

Passend zu meinem Beitrag von vorgestern…

Von: Daniel Renz
An: kulturzeit@3sat.de
Betreff: Artikel »Missionare auf dem Vormarsch«

Sehr geehrte »Kulturzeit«-Redaktion, sehr geehrter Herr Janzen,

die zugehörige Reportage habe ich leider verpasst – aber auch der im Internet veröffentlichte Artikel »Missionare auf dem Vormarsch« (http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/132782/index.html) zwingt mich zu einer kurzen, verwirrten Reaktion: Von 3sat bin ich eigentlich differenzierte Beiträge gewohnt. Nein mehr: ich erwarte das auch ausdrücklich. Und ich wehre mich dagegen, als evangelikal geprägtes Mitglied der Landeskirche mit Menschen in einer Schublade zu landen, die den homosexuellen Liedermacher Tom Haus mit anonymen Anrufen belästigen und das als »wahrhaft christliches« Verhalten verstanden wissen wollen. Christen, die der Botschaft Christi vehement widersprechen, werden Sie in jeder christlichen Bewegung finden. Die Frage scheint mir vielmehr zu sein, was man herausfinden will.

Über das Interview mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber (leider kein wirklicher Dialog, weil man den Fragensteller nie zu Gesicht bekommt…) habe ich mich sehr gefreut. Schade, dass Sie seine höchst differenzierte Stellungnahme schlicht nicht verstanden haben – oder nicht verstehen wollten. Könnten Sie mir in Ihrer Antwort insbesondere mitteilen, warum Hubers Gedanken im genannten Internet-Artikel nur am Schluss zitiert werden – völlig zusammenhangslos und ohne Bezug zu den sonstigen Behauptungen?

Herzliche Grüße,

Daniel Renz (Evangelische Landeskirche in Württemberg, Vikar)

Wer Zeit und Nerven sparen will, schaut sich am besten nur die erwähnte Stellungnahme von Wolfgang Huber an.

 

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