Meinungs-Mache

1. Februar 2013

Die ARD-Sendung »Markencheck« hat den ADAC unter die Lupe genommen. Und wartet mit interessanten Statistiken auf: 47 Prozent der Clubmitglieder (!) sind für ein Tempolimit, gar 78 Prozent für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Trotzdem vertreten die Bleifuß-Bosse (die jüngst wieder in die Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz luden, um dort sich selbst und die »automobilen Grundwerte« »Emotionen, Effizienz und Qualität« zu feiern) dreist-fröhlich die Gegenpositionen – und verweisen dabei immer wieder auf die gut 18 Millionen Autofahrer, für die sie angeblich sprechen. Alles klar.

Bleibt die Frage, ob ich nächsten Montag wieder einschalten soll, wenn eine gewisse (von mir weit mehr geschätzte) Computermarke ge-checkt wird

 

3 Kommentare zu “Meinungs-Mache”

  1. Sibylle Luise meint:

    Als jemand, der viel in einem Land unterwegs ist, in dem es ein Tempolimit gibt, weiß ich nicht, was das bringen soll. In England wird auch mal richtig aufs Gas getreten – trotz Tempolimit. Und in Deutschland ist ja nun nicht so, dass man überall ungehemmt losbrettern kann. Was also soll ein Tempolimit bringen? Sprit sparen? Wenn’s darum ginge, wäre es vielleicht sinnvoller, Riesen SUVs, die eh nur im Stadtverkehr gefahren werden, höher zu besteuern.

    Mit einem absoluten Alkoholverbot hätte ich kein Problem – für mich gilt das schon. Ich kann nicht einschätzen, wie Alkohol mit meinen Medikamenten zusammen wirkt, ergo würde ich mich nicht ans Steuer setzen, wenn ich was getrunken habe. Ich könnte nicht damit leben, wenn ich da jemand schädigen würde …

    Bleibt die Computermarke – und bei der habe ich einen grundsätzlichen Widerstand. Ich kann mich immer des Gefühls nicht erwehren, dass man bei den Produkten dieser Marke immer 10 % zusätzlich für die Marke zahlt – und das mag ich nicht. ;)

  2. Daniel meint:

    Mir geht’s weniger um die Sicherheit (da gäbe es eher bei deutschen Landstraßen Potenzial nach oben) als um ein Signal: Unkontrolliertes Rasen wollen wir nicht. Deshalb fände ich eine 160-Beschränkung gut.

    … was Apple angeht: Für Technik, die funktioniert und Spaß macht, würde ich auch 20 Prozent mehr bezahlen. Und die Unterschiede sind ja lange nicht mehr so krass wie noch vor zehn, zwölf Jahren.

  3. steffen meint:

    160 km/h???
    Das fände ich albern.
    130 km/h fände ich sinnvoll und dann allerdings durchaus mit saftigen Sanktionen.
    Und ja, wer sich einen SUV leisten kann und diesen Luxus mag, (wie ich), der kann auch gut Steuern zahlen, was er ja aufgrund des größeren Hubraumes bereits tut.
    Aber (und da gebe ich dir recht) für Limits ist die Lobby der Autoindustrie wohl zu mächtig in diesem Land und Politik ist und war immer die Interessenvertretung der Mächtigen.

    Was dem Ami seine Knarre, ist dem Deutschen seine Karre.
    Die können mit 500 PS 70 mph fahren, doch niemals auf die Smith & Wesson verzichten wegen der “Freiheit” und so.
    So hat jeder seine Ersatzhandlungen, die er für Freiheit hält.

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