Mehrfach missverstanden

20. Dezember 2011

Spätadventliche Erlebnisse zweier Pfarrer. Eins ist einem Freund widerfahren, eins mir selbst …

Erster Akt

Pfarrer: Betritt mit Talar, Gesangbuch und Angehörigen das Krankenhaus, geht zur Rezeption. Zur Mitarbeiterin dort. »Guten Tag, wir sind hier wegen einer Aussegnung. Es geht um Frau Meier. Wo genau müssen wir da hingehen?«

Mitarbeiterin: »Was wollen Sie?«

Pfarrer: »Eine Aussegnung.«

Mitarbeiterin: »Aha. Ja. Und wie war nochmal der Name?«

Pfarrer: »Meier.«

Mitarbeiterin: Tippt im Computer. Stutzt. »Äh, zu der können Sie nicht.«

Pfarrer: Etwas ungeduldig. »Es war aber verabredet, dass wir jetzt die Aussegnung machen können.«

Mitarbeiterin: »Es tut mir leid, ich muss Ihnen eine traurige Mitteilung machen: …«

Zweiter Akt

Pfarrer: Zu betagtem Jubilar, der am 24. Dezember Geburtstag hat. »Sie haben ja am Samstag nicht alleine Geburtstag!«

Jubilar: »Stimmt, von meinen Bekannten haben auch zwei Geburtstag am 24. Dezember.«

Pfarrer: Auffordernd-nickend. »Na, und an diesem Datum hat ja auch jemand sehr Prominentes Geburtstag …«

Jubilar: »Ja, es gibt ein paar Politiker, die da auch Geburtstag haben.«

Pfarrer: »Ääh … interessant … Wer denn so?«

 

2 Kommentare zu “Mehrfach missverstanden”

  1. IWe meint:

    Schon erstauntlich, denn in Süddeutschland ist es doch eine ganz gängige Redensart, daß jemand der am 24.12. Geburtstag hat, ein “Christkinderl” ist.

  2. Steffen meint:

    “Schwundpotenzial von mehr als fünfeinhalb Millionen”

    21.12.2011, 14:02 Uhr

    Den beiden großen Kirchen in Deutschland droht einer Umfrage zufolge eine Austrittswelle:
    …”

    In zwanzig/dreißig Jahren heißt es dann: Kirche? Ach, das waren doch die, die immer einmal in der Woche die Glocken in diesen großen Türmen geläutet haben.
    Warum die das wohl gemacht haben, damals?
    Ob es davon noch welche gibt?

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