Lohnender Tagesrhythmus

31. Oktober 2009

Früh ins Bett, früh wieder raus: Wo Abend- und Morgendämmerung entsprechend zeitig stattfinden (und rasant noch dazu…), wo Straßenbeleuchtungen und dergleichen Mangelware sind, da bleibt einem kaum was anderes übrig. Und: Es fühlt sich großartig an. Sogar als schnöde Städter konnten wir also mal im Einklang mit der Natur leben…

Auch (schöpfungs)theologisch macht die afrikanische Alltags-Praxis übrigens Sinn. Ich denke an Hans Walter Wolffs großartigen Aufsatz über den »Tag des Theologen«, unangefochtene Nummer 1 in meiner entsprechenden Top-Ten-Liste. Sinngemäß heißt es dort: Natürlich darf es auch die besondere, durchwachte Nacht geben. Aber zu den außergewöhnlichen Umständen dürfte kaum unser (bei Tageslicht verpasstes) Vokabellernen gehören…

»Das mache ich auch in Deutschland so«, habe ich mir damals vorgenommen. Natürlich blieb es beim Vorsatz. Jetzt aber ab ins Bett!

 

2 Kommentare zu “Lohnender Tagesrhythmus”

  1. rabbilydia meint:

    so ein konzept waere in finland mal ganz interessant… ein halbes jahr wach, ein halbes jahr schlafend… :-)

    das macht auch die theologie zum thema “lass die sonne nicht ueber deinen zorn untergehen” interessant. die nord-menschen sind damit biblisch erlaubt ein halbes jahr zorning zu sein, waehrend der rest der welt nur einen tag darf.

  2. Johannes meint:

    Danke für den Hinweis auf die Top-Ten-Liste! Habe die Nummer eins tatsächlich in der hiesigen Seminar-Bibliothek gefunden (wenn auch im katholischen Teil) und mit Vergnügen gelesen. An der Umsetzung wird gearbeitet… ;)

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