Liebenswürdig

23. Februar 2010

»Marie, ich sehe dich hier so gut wie nie in den Gottesdiensten«, unterbrach mich [Pastor] Gabriel scharf.
»Ich … ich … muss beruflich viel tun.«
»Am siebten Tag sollst du ruhen.«
Ich ruhte am siebten Tag, und auch am sechsten Tag, und manchmal feierte ich sogar krank, um an einem der ersten fünf Tage zu ruhen, aber das war wohl nicht das, was Gabriel meinte.

Mit »Jesus liebt mich« hat David Safier ein wirklich liebenswürdiges kleines Büchlein zu Papier gebracht. Ich habe es glatt nochmal für einen einzigen Abend aus dem Geschenkpapier befreit, bevor ich es Judith geschenkt habe…

Marie, Jesus, Engel Gabriel, der Satan (in der Gestalt George Clooneys…) – der Schöpfer von »Mieses Karma« hat sich auch über das Christentum bestens informiert. Und auch, wenn einzelne Passagen noch überzogener wirken als in »Dogma« – ich kann mir gut vorstellen, dass Dietrich Bardens Recht behält. Der hat neulich im »Pfarrerblatt« gemutmaßt:

Viellleicht denken durch diesen oft flapsigen Roman mehr Leute über ihren Glauben nach als durch noch so viele gut gemeinte fromme Traktate. Und sie werden nicht abgeschreckt: Kirche wird nicht problematisiert und Gott verhält sich nicht sonderlich religiös.

 

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