Licht mit Gesicht

23. Dezember 2009

»Ich wünsche Ihnen, dass Sie dem Licht begegnen«. Das wünschte uns jemand zu Weihnachten. Spitzer Einwurf meiner Nebensitzerin: »Jesus Christus wäre mir lieber…«

Recht hatte sie! (So sehr ich inzwischen die Bedeutung von »ganzheitlich« wahrnehmbaren Kerzen schätze!) Entscheidend bleibt in der Tat, dass uns an Weihnachten nicht irgendwas begegnet. Sondern Gott in Person. Dazu unübertroffene Zeilen von Michael Trowitzsch zum christlichen Wahrheitsbegriff:

Die [...] [christliche] Wahrheit stellt sich kategorial anders dar: nicht als etwas Generelles, sondern als Individuum, als eine markante, ganz unverwechselbare, mit bestimmten Zügen ausgestattete Person. Sie hat ein Gesicht. Sie weint, sie lacht. Sie atmet. Sie blickt uns an. Eine augenblickliche Wahrheit tritt auf. Die [...] christliche Fassung des Problems der Wahrheit liegt darin, die Wahrheit als Person-Wahrheit vor Augen zu bekommen: als buchstäblich verkörperte Wahrheit, lebendig, anschaulich, hörbar, freundlich, gegenwärtig. Die Wahrheit lebt. Die Wahrheit ist ein Freund.
Die Wahrheit, Jesus Christus, ist Evangelium, das seinen Namen verdient – jetzt, heute, hier. Man kann ihr jetzt unter die Augen kommen.

In diesem Sinne: Gesegnete Weihnachten euch allen!

 

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