Lektüre-Liste

25. Oktober 2010

Inzwischen erwähne ich es mit einem Hauch Melancholie: Im Urlaub hatte ich so richtig viel Zeit zum Lesen.

Die mitgeschlepptennommenen Bücher hatten primär äußere Kriterien zu erfüllen: mindestens Taschenbuch-, möglichst Reclam-»Universal-Bibliothek«-Format. Inhaltliche Abstriche habe ich aber nicht ausgemacht.

  • Atlas der Globalisierung (schon während der Zugfahrt nach Frankfurt ausgiebig studiert, deswegen ebendort vier Wochen deponiert). Beeindruckend designte Statistiken (fast noch besser als die Infografiken von »ZEIT«-Autor von Matthias Stolz), packende Themen.
  • Lewis Carroll: Alices Abenteuer im Wunderland. Durch den Spiegel und was Alice dort fand. Insbesondere bei Band 1 wurden Kindheitserinnerungen wach.
  • Günter Netzer: Aus der Tiefe des Raumes. Mein Leben. Sicherlich nicht ganz mein Typ, Gerhard Dellings Ex-Sparringspartner. Aber seine Biographie habe ich verschlungen. Und dem Stil nach muss er die meisten Passagen tatsächlich selbst geschrieben haben.
  • Manfred Lütz: Gott. Eine kleine Geschichte des Größten. Unterhaltsam, anschaulich, differenziert – christliche Theologie vom Feinsten! Wenn bloß die arg katholisierenden Schlusspassagen nicht wären…
  • Klassische deutsche Kurzgeschichten. Wolfgang Borchert, Ilse Aichinger oder Marie Luise Kaschnitz – mit dem Ende der Schulzeit haben ihre Erzählungen die Aura der lästigen Pflicht verloren. Und das gereicht ihnen eindeutig zum Vorteil.
  • Robert Louis Stevenson: Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Die packende Geschichte zum populären Sprichwort.
  • Peter Zimmerling: Studienbuch Beichte. Ein informativer Rundum-Überblick. Dass es sich im Wesentlichen um eine Zusammenstellung von Quellentexten handelt, hätte ich aber gerne vorher gewusst.
  • Edgar Allan Poe: Erzählungen. 23 auserlesene Kostproben vom »Meister des Unheimlichen, Grauenhaften und Grotesken, des detektivischen Scharfsinns und gelegentlich auch des Humors«.
  • Jürg Willi: Psychologie der Liebe. Für mich eine gute Mischung aus Bekanntem und Neuem.
  • Oscar Wilde: Das Gespenst von Canterville. Etwas vorhersagbar, aber nett. Genau das Richtige für die letzten Buskilometer.
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    4 Kommentare zu “Lektüre-Liste”

    1. Johanna meint:

      “Gott – Eine kleine Geschichte des Größten” ist gerade bei mir eingetrudelt – bin schon gespannt! :)

    2. Elisabeth meint:

      Was heißt hier: “Ist gerade bei mir eingetrudelt”, liebe Johanna? Dass Du Dir “Gott – eine kleine Geschichte des Größten” ausgeliehen hast bei Daniel? Die Idee hatte ich nämlich auch gerade… Aber Du bist ja auch eine Schnell-Leserin, so dass Du es ausgelesen zum Familientreffen mitbringen könntest…

    3. Johanna meint:

      Hallo Mama! Nö, Amazon hat es mir freundlicherweise gegen Entgelt zukommen lassen. ;)
      Ich bring es auf jeden Fall mit, bin aber angesichts meines momentanen Zeit- und Lektüre-für-die-Uni-Plans etwas skeptisch, wie weit ich bis dahin wohl bin…

    4. Daniel meint:

      ..na – zur Sicherheit kann ich mein Exemplar ja mitbringen. Wird gleich zurechtgelegt. :-)

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