Leergut-Ladungen

25. Oktober 2010

»Kannst du bitte die Pfandflaschen mitnehmen?« Fragt meine Frau, als ich einkaufen gehe – und deutet auf drei einsame Glasbehältnisse in einer Plastikkiste.

Meine Gedanken schnellen zurück. In die Kindheit. Als wir unseren unteren Balkon zum Leergut-Lager umfunktionierten – und dort überwiegend einzelne (Glas-)Flaschen deponierten. Als wir damit ein-, maximal zweimal jährlich zum Supermarkt (damals noch »Handelshof«) aufbrachen, drei bis vier Einkaufswagen füllten – und mit dem Pfand locker den anschließenden Familien-Großeinkauf bestritten. Als wir bei den Angestellten der (damals noch separaten) Leergutannahme entsprechende Berühmtheit erlangten: »Ich glaub’, ich krieg’ ’nen Koller! Ein ganzer VW-Bus voller Flaschen…« Für uns Kinder bedeutete der Job einen lukrativen Nebenverdienst – und jede Menge Spaß…

Nein, so schnell kann ich nicht aus meiner Haut. Drei Pfandflaschen? Kommen nicht in die Tüte.

 

Ein Kommentar zu “Leergut-Ladungen”

  1. Daniel meint:

    Eben erst merke ich, dass ich schon vor einem Jahr über das Thema berichtet habe: http://www.daniel-renz.de/unterdimensioniert! Die Sache scheint mich arg zu beschäftigen…

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