Lebensspende

19. Juli 2011

Anfang Juli habe ich Stammzellen gespendet. Und mich dann lange gefragt, ob ich darüber bloggen soll. »Gutes tun und drüber reden« ist ja nicht immer das beste Motto. Schon gar nicht das sympathischste…

Jetzt tu ich’s trotzdem. Denn:

  • Mein eigener Beitrag war bescheiden. Ich staune über die vielen anderen Beteiligten. Zuerst meine Frau und damalige Verlobte. Sie hat mich vor vier Jahren überredetzeugt, mich registrieren zu lassen bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Ging ganz bequem – mit einem Wattestäbchen per Post. Nach und nach erfuhr ich, was für ein unglaubliches Netzwerk hinter der Sache steckt. Und plötzlich passte es. Warum bei mir? Und bei so vielen anderen Kandidat(inn)en nicht? Die Logistik lief jetzt erst so richtig an: Blut-Test. Aufklärung. Terminvereinbarung. Voruntersuchung. Spende. Versand der Stammzellen binnen weniger Stunden via Kurier. Nachsorge. Ich staune immer noch…
  • Viele haben mich in den letzten Tagen gefragt, was genau eine Stammzellspende eigentlich ist, wie das geht, … Ich freue mich, wenn diese Infos ankommen. Und mache Mut dazu, mitzumachen. Je mehr Menschen beteiligt sind, desto größer werden die Chancen, dass es passt.
  • Die DKMS selbst hat mir geschrieben: »Es wäre großartig, wenn Sie in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld Mund-zu-Mund-Propaganda [...] betreiben würden. Denn eines ist klar: Geht es um das Thema Stammzellspende, so sind "Ehemalige" in ihrer Glaubwürdigkeit kaum zu übertreffen…« Hoffentlich liegen sie richtig!
  • Heute, zwei Wochen nach der Spende, bekam ich einen Anruf: Meine Stammzellen gingen an eine 43-jährige Frau in den USA. In drei Monaten wird wieder ein Anruf kommen. Mit der entscheidenden Nachricht.

     

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