Lebens-Lücke?

31. Juli 2014

Auch dieses Jahr beginnen viele (gar die meisten?!) Abiturientinnen und Abiturienten nicht unmittelbar nach ihrem Schulabschluss mit der Ausbildung. Sondern legen erst mal eine »Pause« ein, verbringen ein so genanntes Gap Year. FSJ, Bundesfreiwilligendienst, »Weltwärts«, so lauten die Fachbegriffe.

Klaus Hurrelmann, Soziologe und Bildungsforscher, meint dazu im Deutschlandfunk:

Alle diese Muster – sie lösen den Effekt, den man durch eine Straffung der schulischen Laufzeit haben wollte, wieder auf, nämlich: Schneller Übergang in das Studium, schneller Übergang in den Beruf, kein Verbummeln der Lebenszeit, alles das ist im Grunde – durch die Verhaltensweise der jungen Leute selbst – ist das wieder zunichtegemacht worden.

… und ich werde nicht so richtig schlau: Wird hier das Wie der Gymnasialzeit-Verkürzung kritisiert? Oder das Turbo-Abitur generell? Oder – und da wäre ich dann mit dabei – allgemein die Ansicht, eine Lebensphase, die nicht unmittelbar-direkt zur späteren beruflichen Qualifikation beiträgt, sei »Verbummeln der Lebenszeit«?!

 

5 Kommentare zu “Lebens-Lücke?”

  1. fraufeine meint:

    Jede Phase, in der noch nicht in die Rentenkasse eingezahlt wird… Darum gehts! Sonst wäre zum Turbo-Abi nicht der Blitz-Bachelor gekommen.

  2. Mathilda meint:

    Ich denke, der Autor will dadurch nur deutlich machen, dass der durch die G8-Verkürzung erhoffte Effekt (früher ins Studium, früher in den Beruf) nicht erreicht wird. Ein Schuljahr weniger führt nicht dazu, dass die Leute früher studieren gehen. Es regt natürlich an, darüber nachzudenken, was ein “Verbummeln der Lebenszeit” ist… wie ich es sehe, wird in dem Zitat aufgezeigt, dass sich das, was die Politik/Wirtschaft als “Verbummeln” ansieht, nicht abschaffen lässt. Es gehört wohl auch zum Menschsein dazu :-)

  3. Alex meint:

    Verstehe ich auch so wie Mathilda

  4. Daniel meint:

    … danke für die Rückmeldungen! Irgendwie ist das mit dem »Verbummeln« unglücklich formuliert – denn da wird nicht so richtig klar, ob dieser Begriff sozusagen übernommen oder selbst eingeführt wird …

  5. Mathilda meint:

    Ah ja, ich verstehe! Aber ich denke fast, es ist irrelevant, denn selbst wenn ursprünglich andere Begriff stehen (z.B. umgekehrt formuliert Effizienz, Verschlanken, Straffung…) schwingt dieses “Verbummeln” ja immer als zu Vermeidendes darin mit.

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