Lebens-Geschichten

28. März 2013

Schon 2011 habe ich Donald Millers Bestseller »Blue Like Jazz« gelesen. Während unseres Kanada-Auto-Camping-Urlaubs – also im Original und in vielen kleinen Häppchen. Ob es daran lag, dass ich das Buch bald wieder vergessen habe?

Erst Monate später stieß ich auf Millers Fortsetzung, diesmal auf Deutsch: »Eine Million Meilen in tausend Jahren« erzählt, wie »Blue Like Jazz« zum Film wurde. Plötzlich war ich von beiden Büchern gepackt: Was macht eine gute Geschichte aus? Was hat das mit unserer Lebensgeschichte zu tun – und mit Gottes Geschichte? Da spielt auch der legendäre Robert McKee eine Rolle, dessen Story-Seminar Miller besucht …

Wen[n] Sie sich einen Film über einen Mann anschauen würde, der einen Volvo haben möchte und sich jahrelang abrackert, um ihn zu bekommen, würden Sie wahrscheinlich keine Tränen vergießen, wenn er am Ende des Films vom Hof des Autohändlers fährt und die Scheibenwischer testet. Sie würden nicht Ihren Freunden erzählen, was für einen schönen Film Sie gesehen haben, oder nach Hause gehen, eine CD auflegen und sich in den Sessel setzen, um über das Gesehene nachzudenken. Seien wir ehrlich: Sie würden sich eine Woche später nicht einmal mehr an den Film erinnern, außer in dem Sinne, dass Sie sich übers Ohr gehauen fühlen und Ihr Geld zurückwollen. Niemand weint am Ende eines Films über einen Typen, der sich einen Volvo gekauft hat.
Aber wir verbringen Jahre damit, solche Geschichten zu leben, und erwarten trotzdem, dass das Leben bedeutungsvoll ist. Dabei ist es doch so: Wenn das, was wir mit unserem Leben anfangen, keine bedeutungsvolle Geschichte ergeben würde, dann wird es auch kein bedeutungsvolles Leben ergeben. Damit meine ich Folgendes:

 

Ein Kommentar zu “Lebens-Geschichten”

  1. Heinrich meint:

    Sieht interessant aus, danke für den Tipp!
    Übrigens habe ich meinen Volvo schon. Deshalb gibt es wohl auch keinen Film über mein Leben ;)

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