Langeweile damals und heute

1. Juli 2015

Mir ist langweilig.

Plötzlich stand dieser Satz im Raum. Zusammen mit meiner Tochter. Keine Ahnung, wo sie das aufgeschnappt hat (sie ist doch noch nicht im Kindergarten …).

Im ersten Moment habe ich mitleidig gelächelt. Und väterlich-überheblich sinniert: »Was für ein Kinder-Problem! Warte mal, bis du in mein Alter …«

… bis das Mitleid die Richtung wechselte. Und sich auf mich richtete. Auf uns. Auf uns vielbeschäftigte Erwachsene. Die wir drauf und dran sind, die Langeweile abzuschaffen. Und damit einen »hochproduktiven Geisteszustand«, wie Christoph Drösser schön herausgearbeitet hat. Wie beneidenswert, wenn man noch so viele Momente hat, die Gedanken schweifen zu lassen …

Fragt sich nur, ob das auch meine Tochter hören will. Wenn sie wieder kommt mit ihrem Satz.

 

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