Kirchentag

11. Juni 2007

Ein (möglicher) Titel stand schon: »Mein Kirchentags-Tagebuch«. So hätte der Artikel über den 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag heißen können, den ich eigentlich für den »Ichthys« schreiben wollte.

Schreiben wollte. Habe schnell gemerkt, dass das Event wohl doch zu vielschichtig ist, um es auf wenigen Seiten kompakt zusammenzufassen. Ähnliches gilt für meine Emotionen während der vergangenen Tage. Soll man sich tot ärgern über den theologischen Schund, der einem da u.a. vorgesetzt wird? Sich freuen über die vielen Menschen, die Halt im Glauben suchen? Resignieren? Ermutigt sein? Gar nicht so leicht.

Deswegen nur ein paar Schlaglichter – an Hand weniger kleiner Videos. Ich habe mich außerdem gebessert – und auch ein paar Fotos gemacht.

Die Anfahrt im eigens gecharterten Sonderzug. Auf dem Hinweg erst eine Stunde zu spät, dann pünktlich. Respekt! Da fällt die Verspätung auf dem Rückweg kaum noch ins Gewicht. Schlappe zweieinhalb Stunden.

Mittwoch, 6. Juni. Der Auftakt auf den Poller Wiesen.

Die Fortsetzung in der Innenstadt – beim »Abend der Begegnung«. Fitte Trommler!

Donnerstag, 7. Juni. Roncalliplatz (direkt vor dem Dom), Hauptbühne. Strahlende Sonne. Beste Stimmung. Dann kam Klaus Berger – mit seinem insgesamt einzigen Auftritt in Köln. Ich liebe diese unkonventionellen Einwürfe.

a) Bergers Frage an Benedikt XVI.:

Ob ich den Titel zu früh gekauft habe? Muss zugeben, dass ich immer noch nicht durch bin (siehe rechts)…

b) Bergers Frage an Margot Käßmann:

c) Berger zu Kirchentagen allgemein:

(Spätestens hier verebbte der Applaus dann merklich…)

Freitag, 8. Juni. Kurzer Sehr kurzer Einblick in die Messe-Veranstaltung »Licht auf den Scheffel?«. Der singende Typ gehört zum »Klerikalen Kabarett-Komando K3«.

Samstag, 9. Juni. Messe. Wolfgang Huber auf dem Weg zu seiner Bibelarbeit (und am Ende des Spots ein Schwenk auf Dave, der ihn direkt hinter uns entdeckte):

Dann der eigentliche Auftritt:

Auch Hubers Rede (zu Apostelgeschichte 17) war eine echte Predigt. So was Gutes habe ich selten gehört. Erinnerte zeitweise an Ulrich Parzany. Spitzensatz (zur aktuellen Handreichung in Sachen christlich-muslimischer Dialog): »Klarheit ohne gute Nachbarschaft wirkt abstoßend. Gute Nachbarschaft ohne Klarheit wirkt anbiedernd.« Amen dazu, Bruder!

 

3 Kommentare zu “Kirchentag”

  1. Simon meint:

    Vielen Dank für den Einblick.

  2. Achti meint:

    Hey, das wollte ich schreiben! ;-)
    Zu Berger: seine Frage an Benedikt finde ich nicht gerechtfertigt. Immerhin könnte diese Frage auch ihm selbst gestellt werden. ;-) Bergers Jesus-Buch habe ich immer noch nicht zu Ende gelesen. Bei Benedikt habe ich zumindest noch Hoffnung, es dieses Jahr zu schaffen.

  3. Dave meint:

    naja, aber bergers jesus-buch ist teilweise auch einfach nur langweilig geschrieben.

    aber am tollsten ist daves lache. die erkennt man einfach :)

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