Kinderleicht…

12. März 2008

Nach tagelangem Vergleichen und Rumüberlegen gab es sie plötzlich bei…Deutschlands beliebtester Discounter-Kette: Günstige – und doch sicherlich trotzdem hochwertige – Matratzen. Wir haben sofort zugeschlagen – und auch zwei passende Lattenroste besorgt.

Letztere musste man noch selbst zusammenbauen – aber wenn man handwerklich überdurchschnittlich begabt ist, kann da ja eigentlich nix passieren. Der Text des beiliegenden Info-Zettels zerstreute dann endgültig alle zaghaften Bedenken: »Der Aufbau ist kinderleicht und mit Hilfe der beigefügten Anleitung schnell erledigt. Sie werden daran ganz sicher sehr viel Freude haben.«

…dass sich Letzteres vermutlich auf die fertig aufgebauten Lattenroste, ganz sicherlich aber nicht auf den Prozess des Aufbauens selbst beziehen sollte, wussten wir erst danach. Falls der Autor des genannten Textes tatsächlich Kinder haben sollte – diese Gören will ich nicht kennenlernen. Für die ist vermutlich auch die Quadratur des Kreises »kinderleicht« – und in der Krabbelgruppe verbringen sie ihre Zeit damit, das auch jedem auf die Nase zu binden… Theologische Literatur mag mitunter hochkompliziert sein – aber die Verwirrung, die man mit ein paar mikroskopischen, falsch platzierten Grafiken stiften kann – vor allem dann, wenn man sie mit völlig nichtssagenden Textfragmenten zusammenstellt –, ist nochmal was ganz anderes…

Na ja. Während ich hier theoretisch reflektiere, schläft Judith in Stuttgart wohl schon – und das scheint jetzt immerhin zu funktionieren. :-)

 

3 Kommentare zu “Kinderleicht…”

  1. Dave meint:

    haha, diese lattenroste sind der hit. bau das dingens mal auf und zieh dann um und bau es wieder auf und zieh um und bau es wieder auf….das nervt. und die anleitungen kann man gleich verbrennen. aber: viel spaß damit :)

  2. martin meint:

    in bewerbungsunterlagen kannst du glatt deine kreativität damit beweisen :-) – in anbetracht optisch grauenerregender gemeindebriefe und sonstiger auslagen, die mit hinterweltlerischen cliparts “geschmückt” werden, keine schlechte eigenschaft. früher haben sich aber die ingenieure selbst in die autos gesetzt, um crashtests zu machen. – bis der dummy erfunden wurde.

  3. andreas meint:

    Jeder fängt mal klein an und ist mit kleinen Sachen schon zufrieden. Persönlich würde ich nie Produkte für Betten im Discounter kaufen. Es gibt einfach zu große Qualitätsunterschiede.

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