Innerlich geteilt

12. März 2010

Witzig, die psychologisch-theologisch-seelsorgliche Theorie vom »Inneren Team« auch in der populären Literatur zu finden! Konkret im (ebenso) kurzweiligen ersten Bestseller von David Safier, »Mieses Karma«:

Ich checkte an der Rezeption ein, und mein Puls begann zu rasen. Ein Teil von mir hoffte, dass Kohn mich sieht. Ein weiterer Teil betete darum, dass er sich sogar zu mir setzt. Doch der größte Teil von mir fragte sich, wie er die beiden anderen blöden, nervigen, mein Leben durcheinanderbringenden Teile endlich zum Schweigen bringen konnte.
Tatsächlich sah mich Daniel und lächelte mir zu. Der Teil von mir, der sich das gewünscht hatte, verfiel in einen enthemmten Freudentaumel und schrie – wie weiland Fred Feuerstein: »Yapadapaduh!«
Daniel kam auf mich zu und setzte sich mit einem netten »Hi, Kim« an den Tisch. Der Teil, der darum gebetet hatte, schnappte sich daraufhin Teil eins und sang nun gemeinsam mit ihm: »O Happy Day!«
Als Teil drei Protest einlegen wollte, schnappten sich ihn die beiden anderen Teile, knebelten ihn und zischten ihm zu: »Halt endlich dein Maul, du olle Spaßbremse!«

(Anzumerken ist noch, dass besagter »Daniel« im Buch alles andere als ein Sympathieträger ist…)

 

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