Indirekt ausgegrenzt

12. Februar 2014

[…] [Man sollte] nicht auf die anderen gucken, sondern auf sich selbst. Dann erkennt man: Ich grenze aus, obwohl ich das nicht will. Wir grenzen nicht bewusst aus, indem wir sagen: Du passt hier nicht her, hier ist nur [Platz] für Leute mit Hochschulabschluss oder Erwerbstätigkeit. Sondern wir grenzen aus, indem wir bestimmte Normalität behaupten […], und dann merken viele Menschen von sich aus: Okay, zu dieser Normalität passe ich nicht. Das ist der feine Trick: Wir können heute ausgrenzen, ohne uns ausgrenzend zu fühlen, vielmehr fühlen wir uns total integrativ.

Chantal Munsch, Professorin für Sozialpädagogik, in einem aktuellen »chrismon«-Interview.

 

Ein Kommentar zu “Indirekt ausgegrenzt”

  1. Steffen meint:

    “Wir können heute ausgrenzen, ohne uns ausgrenzend zu fühlen, vielmehr fühlen wir uns total integrativ.”

    Der Mensch passt sich IMMER an.
    Das hat ihn ja zu der alles dominierenden Spezies auf der Erde gemacht.
    Darwin zu lesen kann tatsächlich helfen das zu verstehen. Überwinden kann Mensch es jedoch NUR mit und durch Jesus;-)
    Insofern stimmt es: “Wir grenzen nicht bewusst aus, indem wir sagen: Du passt hier nicht her, hier ist nur [Platz] für Leute mit Hochschulabschluss oder Erwerbstätigkeit. Sondern wir grenzen aus, indem wir bestimmte Normalität behaupten […],
    Das ist der “alte” darwinistische Mensch.
    Der neue “Jesus”-Mensch weiß darum und versucht zumindest es zu überwinden, indem er dem nachfolgt, der “die Welt” (also u.a. Darwin) überwunden hat.

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