Hineingezwungen

25. März 2016

Er kommt gerade vom Feld. War arbeiten. Hat Geld verdient. Ganz normaler Alltag.

Jetzt freut er sich auf zu Hause. Auf den Feierabend. Auf seine Söhne, Alexander und Rufus.

… und eigentlich geht er nur vorüber. Vorüber an diesem Jesus, der nach der Folter schon halbtot ist. Zwei Welten.

Er kommt gerade von der Nachtschicht. War arbeiten. Hat Geld verdient. Ganz normaler Alltag.

Jetzt freut er sich auf zu Hause. Auf seinen Feierabend. Auf seine Söhne. Oder Töchter. Vielleicht hat er auch keine Familie.

Er fährt mit der Metro in Brüssel, vor drei Tagen. Fährt vorüber am Krankenhaus. Am Friedhof. Wo gelitten und gestorben wird. Er geht zur nächsten Tür, vorüber an einer alten Frau – die sitzt da, gebückt, vom Leid gezeichnet. Zwei Welten.

Der Zug hält. Innenstadt, Station Maalbeek. 9:11 Uhr.

Und sie zwangen einen, der vorüberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage.

 

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