Hilfreiche Helferlein

14. Januar 2012

Neulich – als es aus Richtung Küche mal wieder brummte und piepte – kam mir: Bis vor einem knappen Jahr hatten wir weder Spülmaschine noch Mikrowelle! Und scheinen dennoch halbwegs zufrieden gewesen zu sein mit unserem Leben … Wie wir allerdings mit einem Zeitbudget von 24 Stunden täglich ausgekommen sind, ist mir schleierhaft. Oder, andersherum: Eigentlich müssten wir jetzt Unmengen an Freizeit haben …

Spannende Überlegung am Rande: Gäbe es – jetzt mal rein theoretisch – ein Zurück?! Oder gewöhnt man sich quasi unumkehrbar an immer effizientere technische Unterstützung (wie unsere Eltern beim Umstieg von der Schreibmaschine auf den Computer)?

 

Ein Kommentar zu “Hilfreiche Helferlein”

  1. Steffen meint:

    Es gibt kein Zurück.
    Problemstellung: Was wird mit der gewonnenen Zeit. Theoretisch müssten wir also über sehr viel mehr davon verfügen, als die Oma mit der “Continental” – Schreibmaschine.
    Praktisch haben wir sie aber offensichtlich meistens nicht.
    Ebenso wie wir in unserem Alltag immer effektiver werden, nutzen wir die frei gewordene Zeit. Wir fliegen dann mal für ein paar Tage nach … oder suchen Dinge, die wir meinen zu brauchen nebenbei im Internet. Oder schreiben in Blogs Kommentare.
    Lösung: Bewusste “Auszeiten”, nichts tun und dazu stehen und spüren, dass das notwendig ist. Dinge nicht effizienter machen, sondern manchmal einfach liegen lassen. So wichtig ist nämlich nichts, wie die “gewonnene” (geschenkte) Lebenszeit. Bewusst mal nur mit Nachbarn oder Familie quatschen oder Durchatmen im Wald. Dann kann Technik zum Segen werden und nicht – wie so oft – zum Fluch. Es ist also wie mit allem im Leben: Behalte die Kontrolle über die Dinge und überlass nicht die Kontrolle über dich (oder deine Zeit) den Dingen.
    Beispiel: Obama nimmt nur zwei Abendtermine pro Woche an, da er sonst zu wenig Zeit für seine Töchter hätte.
    Wenn in der Zeit, die wir uns nehmen, dann die Spülmaschine läuft, ist `s doch auch gut so.

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