Großes Geschrei

14. August 2013

Edvard Munch ist in Stuttgart zu Gast. Genauer: eine illustre Auswahl seiner Werke. Über das berühmteste (eins der ganz wenigen Bilder, die mich schon zu Schulzeiten packten) habe ich bei meinem Besuch in der Staatsgalerie manch Neues gelernt:

  • »Der Schrei« heißt ursprünglich: »Geschrei«.
  • Die Person im Vordergrund schreit nicht unbedingt selbst. Eher stimmt sie mit ein in den »großen Schrei in der Natur«, den Munch vermutlich (so jedenfalls erzählt es ein Tagebucheintrag) Anfang 1892 bei einem Spaziergang mit Freunden empfand. (Und erzählen davon nicht auch die Wellenlinien?)
  • Von dem Bild existieren verschiedene Versionen – in Gemälde- und Druckform. Dabei unterscheiden sich vor allem die Hintergrundfarben.
  • Der spektakuläre Diebstahl von 2004 war gar nicht der erste bzw. einzige. Schon 1994 hatte man es versucht, mit einer anderen Gemälde-Version
  • … ein Rätsel bleibt mir dagegen vorerst die Behauptung im Ausstellungs-Flyer, »[d]ie Staatsgalerie […] [sei] in der glücklichen Lage, im Besitz des weltweit einzigen Abzugs des als "Der Schrei" berühmt gewordenen Blattes zu sein«. Ende September wartet aber eine gute Gelegenheit, diese und andere Fragen zu klären.

     

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