Göttlicher Umweg

15. Januar 2012

Ein kleiner exegetischer Zufallsfund von neulich:

Als nun der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, führte sie Gott nicht den Weg durch das Land der Philister, der am nächsten war; denn Gott dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren. (Exodus 13,17)

… was ja durchaus sinnvoll klingt. Aber … was macht Gott stattdessen?!

Darum ließ er das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. (Exodus 13,18a)

… wo sich das Volk doch erst recht wieder nach Ägypten zurückwünscht (vgl. Exodus 14,11f.)! Weil es ja sozusagen vom Regen in die Traufe gerät, im wahrsten Sinne des Wortes …

Göttliche Pädagogik? Göttlicher Humor? Die Chance für eine tiefere Einsicht? Oder nicht mehr als ein Zufallsfund?!

 

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