Gnadenlos

26. November 2009

Was wäre passiert, hätte Robert Enke offen über seine Depression(en) gesprochen? Spekuliert Nationalelf-Psychologe Hans-Dieter Hermann im »ZEIT«-Dossier. Was wäre passiert?

Gegnerische Fans hätten wahrscheinlich versucht, ihn damit anzugreifen. Selbst wohlmeinende Trainer hätten ihm abgeraten, sich diesem Druck weiter auszusetzen. Besonders problematisch wäre es nach Fehlern gewesen: Bei ihm wären sie auf die Erkrankung geschoben worden. Das hätte nach meiner Einschätzung mittelfristig seine Karriere beendet.

Wenn Hermann Recht hat, dann musste Enkes Weg auf den Gleisen enden. Fatal.

Lassen sich derart ernüchternde Umstände überhaupt verändern? Sind Auswege im Profi-Fußball denkbar? Vielleicht bräuchte es mehr Persönlichkeiten vom Typ Alain Sutter, spekuliert derselbe Artikel (mehr zwischen den Zeilen). Der Schweizer aß während seiner Zeit bei den Bayern leidenschaftlich gerne Müsli (nicht weniger befremdlich als Depression!). Mein geliebter Uli Hoeness meinte, das folgendermaßen kommentieren zu müssen:

Der Sutter muss nur mal ab und zu auf sein Müsli verzichten und sich einen ordentlichen Schweinebraten einverleiben.

Antwort Sutters:

Wie man aussieht, wenn man zu viel Schweinebraten isst, sieht man ja an Herrn Hoeneß.

 

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