Globale Gnade?

24. Oktober 2013

Klaus Haacker stellt in den »theologischen beiträgen« die Dauerbrenner-Frage: »Hat Luther Paulus missverstanden?« Und schließt mit einer interessanten These: Martin Luthers berühmte Frage nach dem gnädigen Gott könnte (nur) insofern ausgedient haben, als sie heute nicht mehr rein individualistisch verstanden werden kann und darf.

Das […] abendländische Gewissen hat weitgehend ausgedient. Stattdessen stehen wir m.E. weltweit vor einer neuen Frage nach dem gnädigen Gott. Wenn Naturwissenschaftler sich fragen, wie lange die Menschheit ihre Sünden gegen die Natur noch überleben wird, so ist das, in die Sprache der Theologie übersetzt, eine Frage nach der Geduld des Schöpfers. Nicht die Rechtfertigung des Einzelnen, sondern die Rechtfertigung der Menschheit wird damit zu einem ernsten Problem. Dass Paulus in seiner Rechtfertigungslehre das Evangelium mit aller Entschiedenheit globalisiert, auf die ganze Menschheit bezogen hat, erhält vor diesem Hintergrund neue und ungeahnte Relevanz.

Was durchaus anschlussfähig ist an andere Überlegungen

 

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