Gleichbleibend mies

26. Dezember 2007

Manches ändert sich nie. Und die freundschaftlichen (zu Weihnachten besonders intensiv geführten) Gespräche mit meinem Vater haben nach wie vor ein besonders belustigendes Thema: »Microsoft Word«.

Man könnte ja meinen, das weltweit beliebteste verbreitetste Office-Paket werde mit der Zeit entscheidend verbessert. Stattdessen muss man feststellen: Auch nach dem Abschied von Karl »Anscheinend möchten Sie einen Brief schreiben« Klammer und ähnlichen Absurditäten reicht die Textverarbeitung in vielen Details noch nicht an das Atari-Highlight »Script 5« heran: Via Strg+C kopierte Textpassagen tauchen plötzlich in völlig alternativer Formatierung auf – anstatt dass das jeweils aktuelle Lineal von vornherein mit übertragen würde, muss man es im Nachhinein manuell einstellen (was angesichts der verwirrenden Symbolvielfalt in der entsprechenden Leiste recht frustrierend ist). Das Verhalten von Tabellen und Grafiken ist schlicht kontingent. Und dann immer diese peinlichen Frage, ob »versucht« werden soll, diverse Dokumente »wiederherzustellen«…

Da passt es doch gut, dass ich Weihnachten u.a. dazu genutzt habe, alte Atari-ST-Spiele aus der Schublade zu ziehen (z.B. den legendären »Klomanager«) – und jetzt doch tatsächlich mit dem Gedanken spiele, mir wieder ein entsprechendes Gerät zuzulegen…

 

2 Kommentare zu “Gleichbleibend mies”

  1. martin meint:

    …was passiert wohl, wenn man word einfach machen lassen würde? – für den programmierfreudigen user gibt es ja auch noch diverse tex- und lyx – varianten. gerade für wissenschaftliche arbeiten mit vielen grafiken, formeln und mehr als 30 seiten interessant.

    ne andere sache: ab wann eignet sich ein ehemaliger high-end computer “nur” noch zum “schreiben”? nach windows bekam ein alter rechner von mir linux – und wurde um seine lebenszeit noch einmal verjüngt. selbst die usb-schnittstellen funktionieren auf einmal korrekt. im media markt wurde ein einsteigergerät als solches zum schreiben (von einem mediamarkt-menschen) enttarnt. daneben stand die mittelklasse – wenn es einigermaßen stabil sein soll. und dann die high-end – klasse für gamer, die einige wochen später “nur” noch zum schreiben gut sein wird. irgendwie werden wir nur noch verar*** – viele megapixel bringen kein scharfes bild (wie so oft vermittelt wird), wenn die linse fehlt oder die elektronik den datenwahnsinn nicht mitmacht. der werbung nach zu urteilen kann man in media märkten ja neuerdings blind kaufen. die verkäufer scheinen auch nur zu wissen, was auf den verkaufsschildern drauf steht.

    ich denke, man muss wissen, wie man computer anpacken muss und nicht umgekehrt. – back to the roots

  2. Gregor meint:

    Du tust Karl Klammer unrecht.

    Als ich einmal (nur scheinbar) wahllos eingab: Tears on my pillow und spread my wings and fly away,
    da fragte er mich völlig zutreffend:

    Anscheinend wollen Sie einen Popsong schreiben?!

Deine Meinung?!