Genug getan

24. August 2017

Am Abend sehen, was man den Tag über geschafft hat. In meiner Branche ist einem das relativ selten vergönnt – und das wusste ich auch schon länger.

Bisher allerdings hatte ich das allerdings ausschließlich für eine psychisch-emotionale Herausforderung gehalten, die dann auch nur auf ebendieser Ebene zu bearbeiten wäre. (Was theologisch ja auch ganz gut geht, etwa über die biblischen Bilder von Saat, Wachsen und Ernte.)

Gestern dann, nach schweißtreibenden Stunden vor der Garage …

… wurde mir ein zweiter, ganz praktischer Aspekt klar: Wer das Ergebnis verrichteter Arbeit vor Augen hat, kommt gar nicht erst auf die Idee, unmittelbar danach weiterzumachen – also gleich noch den nächsten Gottesdienst vorzubereiten den Keller aufzuräumen und dergleichen. Und macht sich schon gar kein schlechtes Gewissen deswegen … Die notwendige Pause ergibt sich sozusagen ganz von selbst.

… ein lohnendes Ziel auch für meinen beruflichen Alltag. (Und vermutlich mit theologisch ähnlich großem Potenzial.)

 

3 Kommentare zu “Genug getan”

  1. Steffen meint:

    …vielleicht erschließt es sich dir nun besser, warum ich in meiner Kirchenzeit niemals beim Theoretischen stehen bleiben wollte….
    Abends (oder bei Nachtschicht morgens) zu sehen was man produziert hat, ist durchaus befriedigend.
    Den Gottesdienst vorzubereiten wurde da als Kontrast, als Erholung empfunden.
    Empfehlung: Beides miteinander verbinden.
    Als Pfarrer vielleicht einen kleinen Nebenjob machen …🤔

  2. Daniel meint:

    … das hat ja schon Bonhoeffer empfohlen. :-) Ich wäre mit dabei. Wenn sich parallel auch unser Pfarrbild grundlegend ändert …

  3. Steffen meint:

    Änderungen in der Laki?
    Um das noch zu erleben bist du wohl schon zu alt🤣🤣🤣

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